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Zähne zur Selbst­reparatur anregen


Britische Forscher entwickelten eine selbst auflösende Füllung, die Stammzellen im Zahnmark anregt, sodass sich die Zähne selbst heilen. Die Wissenschaftler um Paul Sharpe vom Kings College in London verwendeten Kollagenschwämmchen, mit dem sie bei Mäusen einen Hemmer der Glykogensynthase-Kinase 3 in zuvor gebohrte Zahnlöcher einbrachten.


Dadurch wird die Bildung von Dentin stimuliert, das das Loch nach und nach wieder füllt. Die Schwämmchen bestehen aus einem Biomaterial, das sich langsam abbaut und der Prozess automatisch endet.



Insgesamt sei jedoch der Ansatz, Zahnmaterial nachwachsen zu lassen, nicht neu, schränkt Roland Frankenberger von der Philipps-Universität Marburg und dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ein. So müsse beispielsweise geklärt werden, wie man den Zahn während der langen Zeit abdeckt und wie verhindert wird, dass das empfindliche neue Zahnmaterial zerbricht, bevor es ausreichend stabil ist. Bei den Mäusen dauerte der Prozess des Nachwachsens sechs Wochen. »Bei Menschen würde es wohl etwa ein Jahr dauern, bis sich ein mittelgroßes Loch wieder geschlossen hat«, schätzt der Zahnmediziner. Die Methode sei zudem kostspielig und noch sehr weit weg vom klinischen Einsatz. (avg)



Beitrag erschienen in Ausgabe 03/2017

 

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