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EDITORIAL

Mehr Mut


Angst ist kein guter Berater, heißt es. Das stimmt allerdings nur bedingt. Angst ist auch lebensverlängernd. Wer keine Angst hat, schätzt Risiken falsch ein und lebt gefährlich. Hätten die Menschen in der Steinzeit keine Angst vor Mammuts, Säbelzahntigern oder Feuer gehabt, wäre die Geschichte der Menschheit sicher weniger erfreulich verlaufen. In den meisten Fällen ist Angst das Resultat einer gefährlichen Situation. So weit, so gut.

Angst kann aber auch pathologisch sein. Das gilt immer dann, wenn es keinen objektiven Grund dafür gibt, Angst zu haben. Wenn scheinbare Gefahren überbewertet und kleinste Risiken zur großen Bedrohung werden. Die Angst verliert dann ihre Schutzfunktion. Sie wird pathologisch. Kommt dies häufig vor, dann braucht der Patient Hilfe. Mit Medikamenten und Psychotherapie lassen sich Angst­störungen behandeln.

Männer gelten als weniger anfällig für Angststörungen. Auch bei Panikstörungen oder sozialen und anderen Phobien liegen Frauen vorn. Sie sind bei diesen Erkrankungen grundsätzlich in der Überzahl. Die Gründe für diese Unterschiede sind vielfältig, vermutlich spielen die Geschlechtshormone dabei eine Rolle. Ob Männer aber tatsächlich weniger ängstlich sind oder sich nur intensiver und erfolgreicher bemühen, ihre Ängste vor den Mitmenschen zu verheimlichen, bleibt dabei offen. Welche Therapien überängstlichen Frauen und Männern am besten helfen, lesen Sie im Titelbeitrag Angststörungen: Wege aus Angst und Panik.

Annette van Gessel
Apothekerin für theoretische und praktische Ausbildung



Beitrag erschienen in Ausgabe 03/2017

 

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