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ARZNEIMITTELTHERAPIE

OTC-Beratungscheck

Dimeticon gegen Kopfläuse


Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratungsintensiv als ver­schreibungspflichtige. In der neuen Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten. Diesmal: Dimeticonv gegen Kopfläuse.

 

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Arzneistoffgruppe

Pedikulozide

Präparate

Dimet® 20 Lösung, EtoPril® Lösung, Jacutin® Pedicul Fluid, Mosquito® dimeticon Läuse Haar-Fluid, Nyda® Lösung/Pumpspray, Nyda® express Pumpspray (alle Medizinprodukte)

Indikation

Behandlung des Kopfhaares bei Befall mit Kopfläusen Wirkung Dimeticone (Siliconöle) sind physikalisch wirksam: Sie verkleben die Atemöffnungen von Läusen und Larven, das führt zum Ersticken.

Dosierung/Anwendung

Je nach Präparat unterschiedlich, Gebrauchsanweisung beachten! Auf trockenes Haar und Kopfhaut auftragen und einwirken lassen (je nach Präparat 10 min bis 8 h beziehungsweise über Nacht), anschließend mit Läuse-/Nissenkamm sorgfältig auskämmen, dann Haare mit handelsüblichem Shampoo waschen. Wichtig: Behandlung nach 8 bis 10 Tagen wiederholen.



Kontraindikationen/Warnhinweise

Aufgrund fehlender Erfahrung nicht bei Kindern < 6 Monaten (Nyda: nicht bei Kindern < 2 Jahren). Nur zur äußerlichen Anwendung! Kontakt mit Augen, Schleimhäuten von Mund und Nase vermeiden. Inhalieren vermeiden, von Zündquellen, offenen Flammen und glühenden Gegenständen fernhalten. Während der Anwendung nicht rauchen.

Nebenwirkungen

selten: allergische Reaktionen, Hautreizungen, -brennen und -rötungen, Juckreiz, Hautausschläge oder -schwellungen, Schuppenbildung auf der Kopfhaut, Irritationen im Augenbereich

Schwangerschaft/Stillzeit

Wenig Erfahrung zur Anwendung in der Schwangerschaft, aber teratogene/fetotoxische Effekte sind aufgrund fehlender Resorption nicht zu erwarten; darf laut www.embryotox.de während gesamter Schwangerschaft und in der Stillzeit lokal angewendet werden.


Hinweis: Der Beratungscheck zeigt eine Auswahl an Arzneimittel­infor­mationen. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Weiterführende Informationen finden Sie unter anderem in den entsprechenden Fachinformationen, der Roten Liste sowie auf www.embryotox.de.




Beitrag erschienen in Ausgabe 04/2017

 

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