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Ausgeschlafen zum Zuckertest


Mit einem oralen Glukosetoleranztest (oGTT) ist es bereits möglich, eine Diabeteserkrankung zu erkennen, wenn ein gewöhnlicher Bluttest noch unauffällig ist. Vorab gilt allerdings absolute Nicotin- und Nahrungskarenz über acht bis zwölf Stunden. Und noch einen weiteren Punkt gilt es zu beach­ten, wie eine aktuelle Studie aufdeckt: ausreichend Schlaf.

 

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US-amerikanische Forscher um Dr. Donald Bliwise von der Emory University School of Medicine in Atlanta hatten untersucht, wie sich die Schlafdauer auf die Blutzuckerwerte auswirkt.­ Keiner ihrer 1559 Probanden hatte zum Studienzeitpunkt einen diagnostizierten Diabetes. Probanden, deren Schlafzeit während der beiden Tage vor dem oGTT in der Summe elf Stunden nicht überschritt, hatten ein annähernd verdoppeltes Risiko für eine kritische Zwei-Stunden-Glucose-Konzentration von 140 mg/dl oder mehr. Und das obwohl ihr Langzeitblutzuckerwert HbA1c völlig unauffällig war.

Ein genauerer Blick auf das Schlafverhalten der Probanden zeigte allerdings: Von der falsch-positiven Diabetes-Diagnose waren nur Teilnehmer betroffen, die regelmäßig weniger als sieben Stunden pro Nacht schliefen. Bei Teilnehmern, die nur ausnahmsweise schlecht geschlafen hatten, passten die im oGTT ermittelten Blutzuckerwerte in der Regel zu den HbA1c-Werten: Entweder waren beide zu hoch oder beide im Normal­bereich. Das Risiko für Fehldiagnosen war dann nicht erhöht. (ew)



Beitrag erschienen in Ausgabe 04/2017

 

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