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BERATUNGSPRAXIS

OTC-Beratungscheck

Etilefrin


Kontraindikationen, Neben- und Wechselwirkungen: OTC-Arzneimittel sind nicht weniger beratungsintensiv als verschreibungspflichtige. In der Serie »OTC-Beratungscheck« fasst PTA-Forum die wichtigsten Hinweise zu einem ausgewählten OTC-Präparat für die Beratung übersichtlich zusammen.

 

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Arzneistoffgruppe

Antihypotonika, Sympathomimetika

Präparat

Effortil® Tropfen, Tabletten

Indikation

Kreislaufregulationsstörungen mit Hypotonie, im Stehen: Beschwerden wie Schwindel, Schwächegefühl, Blässe, Schweißausbruch, Flimmern oder Schwarzwerden vor den Augen sowie Blutdruckabfall ohne Anstieg der Herzschlagrate

Wirkung

Sympathomimetikum; bewirkt Vasokonstriktion und damit Blutdrucksteigerung durch Stimulation von α-Adrenozeptoren; β-sympa­tho­mi­me­tischer Effekt: positiv inotrope und positiv chronotrope Wirkung am Herz

Dosierung/Anwendung

Tropfen: 7,5 mg/ml; Tabletten: 5 mg

Erwachsene und Kinder über 6 Jahren: 3 x täglich 10 bis 20 Tropfen beziehungsweise 1 bis 2 Tabletten (5 bis 10 mg Etilefrinhydrochlorid).

Kinder zwischen 2 und 6 Jahren: 3 x täglich 5 bis 10 Tropfen beziehungsweise 1/2 bis 1 Tablette (2,5 bis 5 mg Etilefrinhydrochlorid)

Kinder unter 2 Jahren: 3 x täglich 2 bis 5 Tropfen (1 bis 2,5 mg Etilefrinhydrochlorid)

Idealerweise vor dem Essen mit reichlich Flüssigkeit einnehmen; bei Kindern empfiehlt sich die Gabe in einem Teelöffel Saft oder gesüßtem Tee. Nicht mehr am späten Nachmittag oder Abend einnehmen, da die anregende Wirkung das Einschlafen erschweren kann.




Foto: Shutterstock/racorn



Kontraindikationen/Warnhinweise

Unter anderem nicht bei: Hypertonie, Engwinkelglaukom, Blasen­ent­lee­rungs­störungen, koronarer Herzkrankheit, dekompensierter Herzinsuffi­zienz, tachykarden Herzrhythmus­störungen, sklerotischen Gefäß­veränderungen, Herzklappenstenose.

Vorsicht bei Diabetes mellitus, Hyperthyreose, Hypercalcämie, Hypokaliämie, schweren Nieren­funktionsstörungen, Herzrhythmusstörungen

Nebenwirkungen

Häufig: Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden

Gelegentlich: Herzklopfen, Herzrasen (Palpitationen), Herzrhythmus­störungen (Tachykardie), Unruhe, Schlaflosigkeit, Tremor, Schwindel, Angstzustände, Übelkeit

Wechselwirkungen

Sympathomimetische Wirkverstärkung (unerwünschter Blutdruck­anstieg), zum Beispiel mit anderen Sympathomimetika, Mineralcorti­coiden, trizyklischen Antidepressiva, Schild­drüsenhormonen, Anti­histaminika, MAO-Hemmern

Atropin: Anstieg der Herzfrequenz

α- und β-Blocker: Blutdruckabfall, Reflex-Bradykardie möglich

Antidiabetika: verminderte Blut­zucker­senkung

Herzwirksame Glykoside: Herz­rhythmus­störungen möglich

Schwangerschaft/Stillzeit

Nicht im ersten Trimenon der Schwangerschaft, präklinische Daten haben teratogenen Effekt gezeigt!

Bei erheblichen Symptomen ab dem vierten Schwangerschaftsmonat in Absprache mit Arzt möglich.

Etilefrin kann die Durchblutung von Uterus und Plazenta beeinträchtigen und zu Gebärmuttererschlaffungen führen.

In der Stillzeit kontraindiziert; der Übergang von Etilefrin in die Muttermilch kann nicht aus­geschlossen werden.

Hinweis: Der Beratungscheck zeigt eine Auswahl an Arzneimittelinformationen. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit. Weiterführende Informationen finden Sie unter anderem in den entsprechenden Fachinformationen, der Roten Liste sowie auf www.embryotox.de.



Beitrag erschienen in Ausgabe 05/2017

 

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