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Eine Frage der Nachfrage


PTA und Apotheker haben generell mehr Schwierigkeiten, ein umfassendes Beratungsgespräch zu führen, wenn der Patient einen konkreten Präparate­wunsch äußert, als wenn er seine Symptome schildert. 

 

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Das beobachtet Dr. Melanie Witt bundesweit in allen Apotheken. Sie ist Referentin für Qualitätssicherung und für die Evaluierung von Pseudo-Customer-Besuchen bei der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.




Foto: Shutterstock/Marish


Dabei sei es so wichtig, dass sich das pharmazeutische Personal immer nach der bereits bestehenden Medikation und damit der Möglichkeit von Wechsel­wirkungen erkundigt. »Rückfragen sind Pflicht in der Beratung«, sagte Witt bei der Delegierten­versammlung der Landesapothekerkammer Hessen in Offenbach. Nur so könne Beratung einen Beitrag zur Erhöhung­ der Arzneimitteltherapiesicherheit leisten. Witt bemängelte nicht fehlendes Wissen, sondern den falschen Umgang damit. »Vorhandenes Wissen wird mitunter nicht an den Mann gebracht, weil nicht nachgefragt wird.«

Die Expertin empfahl die Teilnahme am Pseudo-Customer-Projekt. »Der Besuch des Pseudo Customers ist kein Kontrollinstrument, sondern eine Form der freiwilligen In-House-Schulung und ein Angebot für diejenigen, die mit Struktur und Qualität in der Beratung punkten wollen.« (ew)



Beitrag erschienen in Ausgabe 06/2017

 

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