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Mehr Nutzen als Risiko


Wie es um das Krebsrisiko durch die Pille steht, wird immer wieder diskutiert. Nun zeigte die bisher längste Studie zu diesem Thema, dass die hormonellen Kontrazeptiva langfristig sogar vor einigen Krebsarten schützen, berichten Wissenschaftler im Fachmagazin »The American Journal of Obstetrics and Gynecology«.

 

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Die Studie startete in den Jahren 1968 und 1969. Von einem Teil der Frauen erhielten die Wissenschaftler um Lisa Iversen von der University of Aberdeen Daten bis zum Jahr 2012. Nun konnten sie die Daten von 46 022 Frauen – Pillen-Nutzerinnen und Nicht-Nutzerinnen – auswerten. Ein Ergebnis: Noch 30 Jahre nach Einnahme der Pille lag das Risiko der Anwende­rinnen für Eierstock- und Dickdarmkrebs sowie für Tumoren an der Gebärmutterschleimhaut niedriger als in der Gruppe der Nicht-Nutzerinnen. Während der Pilleneinnahme war das Risiko für Brust- und Gebärmutterhalskrebs allerdings leicht erhöht, sank jedoch innerhalb von fünf Jahren nach Absetzen der Pille wieder auf den Normalwert.

Das leicht erhöhte Risiko für Brust- und Gebärmutterhalskrebs während der Pilleneinnahme sei kein Grund, auf die sichere Verhütungsmethode zu verzichten, kommentiert auch Jenny Chang-Claude, Leiterin der Arbeitsgruppe Genetische Epidemiologie am Deutschen Krebsforschungs­zentrum in Heidelberg die Studienergebnisse. (avg)




Foto: iStock/posteriori




Beitrag erschienen in Ausgabe 07/2017

 

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