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EDITORIAL

Empathie und Kompetenz


Bei dem Gedanken an Krebs flackert bei gesunden Menschen Furcht auf. Dies aber meist nicht lange. Das ist gut so, denn ein gewisses Maß an Verdrängung schützt die Psyche und macht Kopf und Herz für die schönen Dinge des Lebens frei. Wer in der Apotheke arbeitet, wird jedoch immer wieder mit großem Leid konfrontiert, mit schwer kranken Menschen – etwa infolge ­einer Krebserkrankung. Dann ist nicht Verdrängen gefragt, ebenso wenig sind es Floskeln, wie »Alles wird gut«, sondern es geht um Mitgefühl, gepaart mit echtem Zuhören. Es ist nicht einfach, in solchen Situationen die richtigen Worte zu finden, im Hier und Jetzt zu sein, bei dem kranken Menschen vis à vis. Wie das gelingt, ohne die eigene Seele stark zu belasten, erklären zwei Expertinnen: Beratung Schwerkranker: Den anderen stärken.

»Sie oder er ist vom Krebs geheilt«. Außenstehende freuen sich über diese Nachricht, für sie steht dann fest: Dem Nachbarn, Bekannten oder Kollegen geht es wieder wie früher. Auf viele Menschen, die eine oder mehrere Krebstherapien hinter sich haben, trifft das nicht zu. Bei ihnen hinterlassen die Folgen der Behandlung Spuren im Körper. Diese können schmerzhaft, unange­nehm oder gefährlich sein, und oft fehlen für deren Thera­pie kompetente Ansprechpartner. Mit diesem Missstand und den Spätschäden von Krebstherapien beschäftigt sich der Beitrag Krebstherapie: Spätfolgen ernst nehmen.

Doch auch, wenn es Menschen mit Krebs in vielen Bereichen schwerer haben als Gesunde – viele planen wie diese ihr Leben. Familiengründung gehört häufig dazu. So zeigte eine Befragung von ehemaligen Krebspatienten, dass rund drei Viertel drei bis fünf Jahre nach der Therapie einen Kinderwunsch hatten. Damit er sich erfüllt, gibt es mittlerweile verschiedene Maßnahmen bereits vor Beginn einer Krebstherapie: Fruchtbarkeit: Kinderwunsch früh planen.

Bei dem Thema Krebs wird am Ende leider nicht immer alles gut. Gerade dann ist es hilfreich, wenn Patienten auf die ­Stärken von PTA zählen können, auf deren fachlichen Rat und mensch­liche Wärme.


Isabel Weinert
Apothekerin



Beitrag erschienen in Ausgabe 15/2017

 

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