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Hunger aushalten zum Wohl der Gesundheit

Hunger aushalten zum Wohl der Gesundheit

Im kalorischen Fasten sieht Ruge eine gute Möglichkeit, die Zellkompetenzen länger zu erhalten. Sie bevorzuge das intermittierende Fasten. »Durch den Hungerstoffwechsel in der Fastenphase geht der Körper an seine Fettreserven. Dabei werden Ketonkörper als Ersatzbrennstoff freigesetzt, Blutzucker- und Insulinspiegel bleiben niedrig. Der Körper beginnt, aus alten, geschädigten oder überflüssigen Zellbestandteilen Energie zu gewinnen. Heißhungerattacken bleiben dadurch aus, und das Abnehmen fällt leichter. Eine Fastenphase von ungefähr 16 Stunden ist für diese Wirkung notwendig. Man lernt aber auch, sich an ein Gefühl von Hunger zu gewöhnen.« Durch den permanenten Überfluss und Wohlstand in unserer Gesellschaft werde dieser Prozess jedoch gestört. Die Autophagie helfe, Hunger zu überleben und sich vor chronischen Krankheiten zu schützen.

Schon vor vielen Jahren haben Wissenschaftler in Laborversuchen herausgefunden, dass Tiere gesünder sind, wenn man ihnen nicht fortlaufend Essen anbietet, sondern sie Pausen machen. Sie litten seltener unter chronischen Erkrankungen und lebten um 20 bis 30 Prozent länger. Zwar kann man diese Ergebnisse nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen. Aber auch in Humanstudien zeigte sich in den vergangenen Jahren, dass Intervallfastende neben dem Gewichtsverlust noch viele weitere gesundheitliche Vorteile haben: Sie stärken ihre Immunabwehr und Herzgesundheit (wie bei Bluthochdruck) und verbessern den Zucker- und Fettstoffwechsel.

Neben einer gemüsebasierten Ernährung (80 % des Tagesbedarfs) ohne jegliche kurzkettige Kohlenhydrate setzt Ruge auf drei Nahrungsergänzungsmittel, »von denen ich denke, dass sie im Kampf gegen das Altern effektvoll sein können«. Den Einsatz von Coenzym Q10 hält sie ab einem Alter von etwa 40 Jahren für sinnvoll. Da seine Bioverfügbarkeit jedoch unter 10 Prozent liege, sei auf spezielle Formulierungen wie etwa eine Cyclodextrin-Ummantelung zu achten. Auch die Substitution des Coenzyms NAD+ als »Mitochondrien-Unterstützer« sei aufgrund seiner schlechten Bioverfügbarkeit nicht ohne Weiteres möglich. Hier gelte es, Vorstufen wie Niacin, NR oder NMN zu nutzen. Zusätzlich empfiehlt Ruge die Einnahme von Spermidin als »wahren Autophagiebooster«, der neue Liebling der »Longevity«-Anhänger. Allerdings seien »seriöse Quellen zum Bezug« notwendig.

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