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Sport zu Hause

Aktiv und fit trotz Corona-Einschränkungen

Egal, ob man nun Liegestütze macht, auf den Hometrainer steigt oder draußen eine Runde joggt. Alles ist besser, als für den Zeitraum der Einschränkungen komplett zu pausieren. «Das Zurückfahren des Pensums ist das eine, aber eine komplette Reduktion auf null das andere», so Froböse.

«Letzteres kann der Köper nicht ertragen. denn für Menschen, die ans Training gewöhnt sind, ist das wie ein Entzug, der sich in Unruhe, Schlafstörungen und weiteren Folgen äußern kann.» Dazu kommt noch: Die Leistung schwindet durch eine längere Trainingspause, gerade bei hochtrainierten Sportlern - vor allem Muskelkraft gehe rasch verloren, bei Ausdauer gehe es nicht ganz so schnell, erklärt der Experte. «Deswegen sollte man keinesfalls auf null herunterfahren, wenn das Fitnessstudio schließt oder das Vereinstraining nicht mehr möglich ist.»

Ausdauer trainieren – die Sportart ist egal

Was ist, wenn der gewohnte Fitnesskurs pandemiebedingt vorerst ausfällt und man sein Trainingspensum auf dem gleichen Level halten möchte? Zumindest bei Ausdauersportarten gibt es eine gute Nachricht: Das Wie ist fast egal. Froböse sagt: «Das Herz-Kreislauf-System weiß nicht, ob ich walke, radle, schwimme oder jogge. Es weiß nur: «Mein Besitzer ist unterwegs.»»

Man könne einen Ausdauersport mit jedem anderen Ausdauersport kompensieren, müsse aber vielleicht die Dauer anpassen, sagt der Sportwissenschaftler. «Ein Beispiel, kalorisch betrachtet: Bei einem intensiven einstündigen Spinning-Kurs im Fitnessstudio verbrauche ich 600 bis 800 Kalorien. Alternativ müsste ich etwa 60 bis 75 Minuten bei fünf bis sechs Minuten pro Kilometer - also relativ zügig - rennen, um ungefähr dieselbe Menge Kalorien zu verbrennen.»

Ruhezeiten beachten

In Mehrfamilienhäusern kann durch das Training zu Hause die Lärmbelastung steigen. Daher gilt: Mieter sollten sich für ihren Sport grundsätzlich an die Ruhezeiten halten. Das heißt zum Beispiel: Kein Fitnesstraining zwischen 22 Uhr und 6 Uhr. «Am besten ist es, Sie sprechen sich mit ihrem Nachbarn ab», rät Jutta Hartmann vom Deutschen Mieterbund. Möglich wäre es zum Beispiel sich auf feste Zeiten zu einigen, an denen das Fitnessprogramm absolviert werden kann. Eine Stunde Sport in einer Mietwohnung sollte in Ordnung sein - je nachdem wie lärmintensiv das Training ist.

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