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Allergenarmer Garten – wieder Freude im Grünen

Nicht nur bei der Auswahl der Pflanzen, auch bei der Anlage des Gartens und seiner Pflege können Allergiker die Allergenbelastung möglichst gering halten. So erfreut beispielsweise ein Gartenteich nicht nur das Auge und reduziert die – für Grasallergiker kritische – Rasenfläche, sondern kann auch Pollen aus der Luft binden. Am Sitzplatz hilft ein Windfang, die Menge der angewehten Pollen zu verringern. Auch Hecken und Sträucher können ein wenig vor der Belastung durch windblütige Pflanzen der Nachbarn schützen. Sie wirken wie ein natürlicher Pollenfilter.

»Beim Beschneiden muss man aber daran denken, dass sich dort viele Pollen und auch Pilzsporen sammeln und beim Schneiden aufgewirbelt werden«, warnt die Expertin. Sie empfiehlt deshalb, den Heckenschnitt einem anderen Familienmitglied zu überlassen. Auch ein längerer Regenguss oder das Besprengen mit Wasser kann helfen, dass beim Schneiden weniger Pollen und Sporen an die Schleimhäute gelangen.

Als wahre Brutstätte für Pilzsporen gelten Komposthaufen und Biotonnen. Sie sollten besonders bei Schimmelpilzallergikern deshalb nicht in der Nähe von Sitzplätzen oder Fenstern stehen. Deshalb der Rat: »Verwenden Sie nur geschlossene Komposte!«. Bio- und Hausmülltonnen sollten dicht abschließen und regelmäßig gereinigt werden – am besten mit Mundschutz und nicht vom Allergiker selbst. Auch in Gartenerde und Laubhaufen finden sich häufig Schimmelpilze.

Hilfe bei der Gartenpflege

Bei der Gartenarbeit sollte man sich das Wetter zum Verbündeten machen. Ein ausgiebiger Landregen wäscht einen Großteil der Pollen aus der Luft, unmittelbar danach ist deshalb mit weniger Beschwerden zu rechnen. »Nach einem Gewitter kann dagegen die Allergenbelastung hoch sein, weil Pollen aus höheren Luftschichten zu Boden gedrückt und die Allergene regelrecht aus den Pollen herausgeschlagen werden«, erläutert die Biologin. Das habe man besonders bei Gräserpollen beobachtet. Im Extremfall kann das sogar zu schweren Verengungen der Bronchien führen, dem sogenannten Gewitter-Asthma.

Wenn Grasallergiker auf Rasen nicht verzichten wollen, sollten sie ihn zumindest sehr kurz halten. Beim Rasenmähen verstärken sich die Beschwerden durch den austretenden Pflanzensaft und aufgewirbelte Pilzsporen und Pollen allerdings oft. Eine Filtermaske kann helfen. Noch besser ist ein Mähroboter, der die Arbeit erledigt.

Um den Allergenen möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, ist es sinnvoll, bei der Gartenpflege lange Ärmel und Hosen zu tragen, eine Sonnenbrille aufzusetzen und die Haare zu bedecken. Augen, Mund und Nase sollte man währenddessen möglichst nicht mit den Händen berühren. Auch ein guter Tipp: die Kleidung nach getaner Arbeit sofort wechseln und sich die Pollen aus den Haaren waschen.

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