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Altersvergesslich oder dement?

Gedächtnis-Check ab 70

Der Neurologe warb nachdrücklich für einen Gedächtnis-Check ab dem 70. Lebensjahr. Spätestens dann sollte man zum Arzt gehen, wenn man von anderen auf Defizite und Merklücken angesprochen wird, und ebenso bei Verlegen von Gegenständen an untypische Orte, zum Beispiel die Brille in den Kühlschrank oder Backofen.

Tatsächlich hätten Familien jedoch eine »unglaubliche Toleranz«, vorhandene Defizite hinzunehmen, berichtete Lorrain aus seiner Erfahrung. Man sollte aber nicht mit dem Betroffenen diskutieren, sondern Klarheit suchen. »Eine Demenzerkrankung ist heute zweifelsfrei zu diagnostizieren. Und je früher sie erkannt wird, umso länger bleibt die Lebensqualität erhalten.« Angehörige sollten beharrlich und hartnäckig sein. »Sprechen Sie mit dem Hausarzt. Meistens akzeptieren Betroffene eine Untersuchung, wenn der Arzt es sagt. Das ist keine Entmündigung des Patienten.«

In puncto Prävention hatte der Arzt noch einen Tipp: »Suchen Sie geistige Herausforderungen und spielen Sie Spiele!« Mensch-ärgere-Dich-nicht und Kartenspiele seien ein preiswertes, hervorragendes Gedächtnistraining, das in der älteren Generation jede/r kennt und kann.

 

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