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Die Spuren der Zeit aufhalten

Anti-Aging für die Haut

Ab Mitte 20 etwa beginnt die Haut zu altern. Stoppen oder gar umkehren lässt sich dieser Prozess nicht. Gute Hautpflege kann jedoch helfen, die Hautalterung zu verlangsamen und die Zeichen der Zeit optisch zu kaschieren.
Carina Steyer
09.12.2020  08:30 Uhr

Der Wunsch, in hohem Alter noch jung auszusehen, ist so alt wie die Menschheit selbst. Schon in der Antike wurden Porträts verschönert und Falten wegretuschiert. Der erste chinesische Kaiser starb an einer Quecksilbervergiftung, nachdem er Quecksilber als »Anti-Aging-Wundermittel« eingenommen hatte, und Kleopatra soll ja bekanntlich regelmäßig in Eselsmilch gebadet haben. Bis heute ist das Bestreben, die eigene Jugendlichkeit möglichst lange zu erhalten, ungebrochen. Immer mehr Menschen nehmen Methoden der ästhetischen Chirurgie in Anspruch und sind bereit, in Kosmetika mit Anti-Aging Wirkung zu investieren. Im Beratungsgespräch ist es wichtig, ihre Wirkung darzulegen, aber auch ihre Grenzen aufzuzeigen.

Veränderungen ausgleichen

Wie schnell die Haut altert, wird neben der individuellen genetischen Veranlagung von äußeren Faktoren bestimmt. Alkohol und Nikotin, psychischer und körperlicher Stress, Sonneneinstrahlung und Umweltschadstoffe gelten als Beschleuniger des Alterungsprozesses. Sie zu vermeiden, ist neben der regelmäßigen Hautpflege eine der wichtigsten Maßnahmen, um die frühe Bildung tiefer Falten zu verhindern. Nicht beeinflussen lassen sich die natürlichen Veränderungen, die die Haut im Laufe eines Lebens durchläuft.

So lässt mit zunehmendem Alter die Durchblutung nach und die Hautzellen werden schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die Zellerneuerungsrate verlangsamt sich. Die Haut wird dünner, ihr Fettgehalt sinkt und die einzelnen Hautschichten sind weniger stark miteinander verzahnt. Die Talg- und Schweißproduktion nimmt ab, wodurch der Haut wichtige Faktoren für den Aufbau des Säureschutzmantels fehlen. Die Produktion der hauteigenen Feuchthaltefaktoren geht zurück und der Wasserverlust über die Haut erhöht sich. Dadurch entwickelt sich mit zunehmendem Hautalter auch in tieferen Hautschichten ein Feuchtigkeitsmangel, der entscheidend zur Bildung von Falten beiträgt.

Um den natürlichen Alterungsprozess auszugleichen und Hautproblemen vorzubeugen, wird die Versorgung der Haut mit ausreichend Fett und Feuchtigkeit mit zunehmendem Alter immer wichtiger. Ein hoher Lipidanteil im Pflegeprodukt sorgt für eine bessere Vernetzung der Hautzellen, erhöht die Hautfeuchte und wirkt damit der Entstehung von trockener Haut und Schuppenbildung entgegen. Lipidvorläufer wie die Milchsäure, Serin oder α-Liponsäure unterstützen den Aufbau des Säureschutzmantels. Hauteigene Feuchthaltefaktoren wie die Hyaluronsäure oder Aminosäuren sind in der Lage, große Mengen Wasser in der Haut zu binden. Die Haut wirkt elastischer und fester. Da die oberste Hautschicht aufquillt, verschwinden zudem kleine Trockenheitsfältchen und das Hautbild erscheint ebenmäßiger.

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