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Die Mischung macht’s

Antibiotika-Trockensaft

Für Laien ist es nicht einfach, einen Trockensaft lege artis zuzubereiten. Fehler können zu einer falschen Dosierung des Saftes selbst bei exakter Abmessung der Menge führen.
ABDA/ISabel Weinert
14.02.2020
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Bei Trockensäften füllt der Patient erst unmittelbar vor der Anwendung Wasser hinzu, wodurch ein Saft entsteht. Doch PTA sollten gut beraten, denn: »Wasser einfüllen klingt einfach – ist es in der Praxis aber nicht. Wird im ersten Schritt zu wenig Wasser eingefüllt, kann ein zäher Bodensatz entstehen, der so gut wie nicht mehr aufgeschüttelt werden kann. Die Flüssigkeit, die dann aus der Flasche entnommen wird, ist unterdosiert. Das kann bei Antibiotika die Resistenzbildung begünstigen«, sagte Apotheker Dr. Wolfgang Kircher beim Apotheker-Fortbildungskongress pharmacon in Schladming, Österreich.

Kircher kritisierte zudem, dass die Markierung, bis zu der das Wasser eingefüllt werden soll, bei einigen Präparaten schwer zu erkennen ist. Ein weiteres Problem bei Trockensäften besteht darin, dass sich beim Schütteln oft ein stabiler Schaum bildet. Dieser kann das Abmessen der korrekten Dosis erschweren.

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