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Corona-Pandemie

Apotheken umfassend für Senioren da

Bei der Versorgung von Menschen in Altenheimen leisten Apotheker einen wichtigen Beitrag – insbesondere zu Pandemie-Zeiten. Mit ihrem Botendienst beliefern heimversorgende Apotheken Pflege- und Altenheime direkt mit den verordneten oder den benötigten Arzneimitteln der Selbstmedikation. Hierauf verweist der Hessische Apothekerverband.
HAK
27.08.2020  08:30 Uhr

»Da betagte Menschen zur Corona-Risikogruppe gehören, ist es wichtig, dass sie nicht extra in die Apotheke kommen, um ihre benötigten Arzneimittel abzuholen«, erklärt Dr. Guido Kruse, stellvertretender Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes, »sondern dass stattdessen Apotheken die Heime mit den benötigten Arzneimitteln beliefern.« Dies geschieht stets personenbezogen und jeweils beschriftet für die Wohnbereiche.

Apotheker beantworten auch aufkommende Arzneimittelfragen: »Kann ein Medikament auch über eine Sonde verabreicht werden; welche Alternativen gibt es, wenn Patienten nicht mehr gut schlucken können«, benennt Kruse Beispiele. »Dann können Darreichungsformen wie Tropfen oder Wirkstoffpflaster hilfreich sein.« Insbesondere wichtig für Bewohner von Pflegeheimen ist eine enge Neben- und Wechselwirkungskontrolle durch die Apotheken.

Zudem schulen sie Pflegemitarbeiter: »Wir erklären, welche Arzneimittel wie gelagert werden müssen und wissen genau, wann und in welcher Form Arzneimittel eingenommen werden sollen. Hinweise wie ‚vor der Mahlzeit‘ oder ‚mit der Mahlzeit‘ haben ihre Bedeutung und sollten eingehalten werden, da sie die Wirksamkeit von Medikamenten beeinflussen und sogar beeinträchtigen können«, so Kruse (HAV)

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