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E-Zigaretten

Aromen schaden Blutgefäßen

Aromaliquids für E-Zigaretten können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Stanford University School of Medicine.
Annette Immel-Sehr
28.06.2019  11:00 Uhr

In einer Studie mit Zellkulturen, über die das Deutsche Ärzteblatt berichtet, hatten die Wissenschaftler die Wirkung von sechs E-Liquid-Aromen (Obst, Tabak, süßer Tabak mit Karamell und Vanille, süßer Butterscotch, Zimt und Menthol) auf Endothelzellen untersucht. Zum einen setzten sie diese direkt den Liquids aus, zum anderen nutzten sie Blut, das sie E-Zigaretten-Nutzern kurz nach dem Dampfen entnommen hatten. In beiden Fällen zeigte sich, dass die Endothelzellen weniger lebensfähig waren und Symptome einer Dysfunktion auftraten. Außerdem konnten die Zellen schlechter neue Gefäße bilden und die Wundheilung unterstützen.

Mit Zimt und Menthol aromatisierte Liquids erwiesen sich dabei als besonders schädlich. Karamell und Vanille störten ebenfalls das Wachstum, allerdings nicht so stark. Unter Einfluss der Aromen nahmen die Zellen verstärkt Lipoproteine und Lipide niedriger Dichte (LDL) auf – Prozesse, die mit Entzündungen und endothelialer Dysfunktion in Zusammenhang stehen. „Die Studie zeigt deutlich, dass E-Zigaretten keine sichere Alternative zu herkömmlichen Zigaretten sind“, resümieren die Wissenschaftler.

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