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Neue Kochmethode 

Arsen im Reis entfernen

Reis gehört zu den beliebtesten Lebensmitteln der Welt. Im Vergleich zu anderen Getreidesorten enthält er aber viel giftiges Arsen. Deshalb sollten Eltern den Verzehr von Reisprodukten ihrer Kinder einschränken. Forscher haben indes genau untersucht, welche Kochmethode für Reis am besten geeignet ist um Arsen möglichst gut zu entfernen, während Nährstoffe weitestgehend erhalten bleiben. 
Aponet/ Julia Endris
11.11.2020  14:00 Uhr

Die Forscher fanden eine Methode, die in braunem Reis etwa 54 Prozent und in weißem Reis etwa 73 Prozent Arsen entfernte, wobei die meisten Nährstoffe erhalten blieben, darunter Phosphor, Kalium, Magnesium, Zink und Mangan. Ihre Ergebnisse schildern sie in der Fachzeitschrift »Science of The Total Environment«.

Der Bodenwissenschaftler Manoj Menon von der Universität Sheffield in Großbritannien sagte: »Mit unserer neuen Methode können wir die Arsenexposition erheblich senken und gleichzeitig den Verlust wichtiger Nährstoffe reduzieren. Wir empfehlen diese Methode besonders bei der Zubereitung von Reis für Säuglinge und Kinder, da diese sehr anfällig für die Risiken durch Arsen sind.«

Reisprodukte für Babys und Kinder reduzieren

Eine chronische Aufnahme kleinerer Mengen von anorganischen Arsenverbindungen über

einen längeren Zeitraum kann laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gesundheitsschädlich sein. Daher empfiehlt das Institut, den Verzehr von entsprechenden Produkten, die vor allem von Säuglingen, Kleinkindern und Kindern verzehrt werden, wie beispielsweise Reisflocken und Reiswaffeln, zu reduzieren.

In einer Stellungnahme zum Arsengehalt in Reisprodukten äußerte sich das BfR so: »Aus den vorliegenden Studien lasse sich keine sichere Aufnahmemenge von Arsen ableiten, die nicht mit einem erhöhten Krebsrisiko einhergehen kann«.  Anorganisches Arsen in Lebensmitteln sei daher in jeder Menge unerwünscht,

lasse sich jedoch nicht vollständig vermeiden. Allerdings kann durch die Koch- und Verarbeitungsmethode der Arsengehalt in gekochtem Reis und in Reisprodukten deutlich reduziert werden, wie das englische Forscherteam nun zeigen konnte. Hier sind laut BfR die Hersteller gefragt und in der Verantwortung, den Gehalt an Arsen in ihren Reisprodukten zu senken.

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