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Pfeifender Atem

Asthma durch Reinigungsmittel?

Kleine Kinder verursachen viel Schmutz im Haushalt. Dass es Eltern mit dem Putzen dennoch nicht übertreiben sollten, zeigen aktuelle Forschungsergebnisse aus der kanadischen CHILD Cohort Study.
Anette Immel-Sehr
15.04.2020  09:00 Uhr

Bestimmte Reinigungsprodukte können das Asthma-Risiko bei Kindern offenbar erhöhen. Mit einem Fragebogen erfassten die Forscher bei mehr als 2000 Familien, wie häufig Reinigungsprodukte, Desinfektionsmittel sowie Polituren und Lufterfrischer zum Einsatz kamen. Sie entdeckten, dass bei Kindern, die häufiger Putzmitteln und anderen Reinigungsprodukten ausgesetzt waren, im Alter von drei Jahren vermehrt eine wiederkehrende pfeifende Atmung (sogenanntes Wheezing) auftrat. Auch das Risiko für Asthma war erhöht. Diese Zusammenhänge zeigten sich unabhängig von weiteren ungünstigen Einflüssen.

Zu den Produkten, die das Asthma-Risiko deutlich steigerten, zählen unter anderem Lufterfrischer und Raumdüfte, Backofenspray und Handdesinfektionsmittel. Babys könnten eine besondere Risikogruppe darstellen, da sie meist sehr viel Zeit in Innenräumen verbringen und häufig Kontakt mit Haushaltsoberflächen haben. Dadurch seien sie den entsprechenden Reinigungsmitteln über die Haut und Atemwege möglicherweise intensiver ausgesetzt als Erwachsene, folgern die Forscher. 

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