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Ausgewogen ernähren

Asthma-Risiko steigt bei Mangel an ungesättigten Fettsäuren

Kinder, die aufgrund einer – keineswegs seltenen – genetischen Variante nur eingeschränkt selbst ungesättigte Fettsäuren herstellen können, erkranken häufiger an Asthma bronchiale, wenn dieser Mangel nicht durch die Ernährung ausgeglichen wird. Dies berichtet der Lungeninformationsdienst unter Bezug auf eine kürzlich veröffentlichte britische Langzeitstudie.
Annette Immel-Sehr
10.03.2021  08:30 Uhr

Mittels eines Ernährungsfragebogens hatten die Forscher Eltern befragt, wie häufig ihre Kinder im Alter von sieben Jahren Fisch aßen. Damit schätzten sie die Aufnahme an Omega-3-Fettsäuren ab und analysierten anschließend, wie viele der Kinder im Alter von 11 oder 14 Jahren an Asthma bronchiale erkrankten.

Insgesamt zeigte sich zunächst kein Zusammenhang zwischen der Fettsäure-Aufnahme und dem Asthma-Risiko, wohl aber bei Betrachtung einer Untergruppe der Kinder, die eine spezielle Genvariante trugen. Bei ihnen ist die Fähigkeit des Körpers eingeschränkt, selbst ungesättigte Fettsäuren herzustellen, sodass Betroffene diese wichtigen Nährstoffe mit der Nahrung aufnehmen müssen. Fast die Hälfte der untersuchten Kinder (2025 von 4542) trug die betreffende Genvariante. Von diesen Kindern erkrankten diejenigen, die durch die Nahrung am wenigsten ungesättigte Fettsäuren aufnahmen, statistisch gesehen doppelt so häufig an Asthma wie die Kinder mit der höchsten Aufnahme an ungesättigten Fettsäuren.

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