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Social Media, Marketing und mehr

Auch in diesen Bereichen können sich PTA weiterbilden

PTA können sich auch in digitalen und wirtschaftlichen Bereichen, zum Beispiel durch Marketing-Aktivitäten, Social-Media-Präsenz oder bei der Preispolitik, einbringen und damit nicht nur ihre Apotheke nach vorne bringen, sondern auch ihre persönliche Zufriedenheit steigern. Wie das gelingen kann, durften PTA beim PTA-Talk am 14. September auf der Expopharm Impuls erfahren.
Katja Egermeier
16.09.2021  11:00 Uhr

Beim zweiten Vortrag zu möglichen Weiterqualifikationen für PTA standen diesmal die Fortbildungen zur »Apothekenfachkraft für digitale Medien« sowie zum »Apothekenfachwirt WDA« im Fokus. In der ersten Talkrunde für PTA bei der Expopharm Impuls am gestrigen 13. September ging es bereits um die Fortbildungen Fach-PTA und PTA Onkologie. Mit speziellen Weiterqualifizierungen wie diesen könnten PTA ihre Stellung in der Apotheke festigen und sich für den Apothekenleiter unverzichtbar machen, leitete Moderatorin Dr. Sandra Barisch, selbst PTA, Apothekerin und Studienrätin am PTA-Berufskolleg der Kerschensteinerschule, die Runde ein. 

Der Weg zur »Apothekenfachkraft für digitale Medien«

Für die zweitätige Weiterqualifizierung zur »Apothekenfachkraft für digitale Medien« hat sich auch Antje Behrendt entschieden. Das Thema sei sehr umfangreich und gerade für fachfremde Personen eine tolle Möglichkeit, einen Überblick über alle möglichen Kanäle zu erhalten – auch die, die über die üblichen sozialen Plattformen hinausgehen, erklärt die Apothekerin und Ernährungsberaterin  in der Medios Apotheke Oranienburger Tor. Sie ist nach der Absolvierung der Fortbildung nun auch Social-Media-Managerin und verantwortlich für den Apothekenauftritt auf Instagram, Facebook und Youtube.

»Wir haben noch einmal viele Möglichkeiten gesehen, wie man auf den Zug der fortschreitenden Digitalisierung mit aufspringen und sich gut aufstellen kann.« Die Ausbildung habe ihr einen Überblick über alle Formen der Digitalisierung für Apotheken gegeben – von der Darstellung nach außen wie auch, was intern verbessert werden könnte. Die Fortbildung sei gerade auch, aber nicht nur für Anfänger sehr gut geeignet – und natürlich auch für PTA.

Anna Schatz, Geschäftsführerin der HealthCareComm GmbH und Anbieterin der Weiterqualifizierung, ergänzte, dass jeder an der Ausbildung teilnehmen könne – von der Assistenz, der Büroangestellten über die PKA, PTA bis hin zum Apothekeninhaber. Inhaltlich sei es ihr zudem besonders wichtig, dass jeder nach diesen zwei Tagen mit einem konkreten Ergebnis nach Hause gehe. Jeder solle in der Woche darauf in der Apotheke stehen und sagen können: »Ich weiß jetzt, was zu uns in der Apotheke passt, welche Kanäle wir bedienen wollen und wie wir es konkret umsetzen und unser Team motivieren können.« Die Ausbildung solle zudem Sicherheit im Umgang mit den sozialen Medien vermitteln und Ängste nehmen. »Nicht nur ältere Leute haben häufig Angst, hier etwas falsch zu machen.«

Ausbildung zum »Apothekenfachwirt WDA«

Marco Opitz, PTA der Gropius Apotheke und der Apotheke im Havelpark, Berlin, hat sich für die zweite vorgestellte Weiterqualifizierung zum »Apothekenfachwirt WDA« entschieden. Dadurch habe er Instrumente beispielsweise für die Bereiche Marketing, Kategorienmanagement und Aktionsplanung an die Hand bekommen. Auch Betriebswirtschaft sei ein Thema gewesen, um ein Gefühl für die Zusammensetzung der Preise, der Rabatte und Konditionen zu entwickeln. Als besonders wichtig und interessant habe Opitz zudem das Modul der Mitarbeiterführung und Konfliktmoderation empfunden, denn bei den Verbesserungsvorschlägen, die man aus einer solchen Fortbildung mitbringe, müsse man zunächst einmal von Widerstand in der Apotheke ausgehen. Er habe in der Ausbildung daher auch gelernt, die Kollegen »an die Hand zu nehmen«.

Alexandra Duhr, Managing Director von Duhr Consult und eine Hauptreferentin der Weiterqualifizierungsform »Apothekenfachwirt WDA«, betonte, dass die viermodulige Ausbildung gerade zu Themen wie »Wie präsentiere ich die Ware? Wie kaufe ich die Ware ein?« sehr viel neuen Input gebe, der bislang in vielen Apotheken noch nicht umgesetzt werde, weil es sie weder in der PKA- noch in der PTA-Ausbildung gebe.

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