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Tabakrauch 

Auch Nichtraucher-Räume belastet

Raucher setzen in rauchfreien Räumen Zigarettenrauchrückstände frei und setzen so Nichtraucher den schädlichen Auswirkungen von Zigaretten aus. Dies zeigen Studienergebnisse eines Forscherteams der Yale Universität.
Michelle Haß
24.03.2020
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Das Team um Roger Sheu untersuchte eine Woche lang die Raumluft in einem Kinosaal zu unterschiedlichen Vorstellungszeiten. Dabei erfassten sie die Konzentrationen verschiedener Verbindungen, die im Tabakrauch enthalten sind. Neben Nikotin waren dies Substanzen mit gesundheitsschädlichem Potenzial wie Formaldehyd, Benzol und Acetonitril.

Die Menge der freigesetzten Gase sei nicht unbedeutend, so die Forscher in einer Pressemittelung der Yale Universität. Sie gehen davon aus, dass die Raucher die Tabakrauchrückstände an ihrem Körper und ihrer Kleidung tragen und darüber in den Nichtraucher-Räumen freisetzen. Vor allem bei der Abend-Vorstellung, in der der Anteil die Raucher verglichen zu den Kinder-Vorstellungen hoch war, stieg die Belastung stark an. Sie entsprach der Menge von ein bis zehn Zigaretten bei einer passiven Exposition.

Die Forscher betonten, dass das Meiden von Kinos keine Lösung sei, um sich den schädlichen Rauchrückständen zu entziehen. Denn in weniger gut belüfteten Räumen wie öffentlichen Verkehrsmitteln, Bars, Büros und Wohnungen würden erheblich höhere Konzentrationen solcher Tabakrückstände herrschen.

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