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Muskelabbau
Auch zu wenig Bewegung kann Kniearthrose begünstigen

Inaktivität ähnlich risikoreich wie Verletzungen

Die eingeschränkte muskuläre Kontrolle des Kniegelenkes gilt als vergleichbarer Arthrose-Risikofaktor wie ein durch Verletzung instabil gewordenes Gelenk – etwa in Folge eines Risses des Kapsel-Band-Apparats oder eines Meniskusschadens. Wenn zur Muskelschwäche noch Übergewicht dazu kommt, verstärken sich die schädlichen Effekte.

Bislang gebe es kein Therapieverfahren, das die Kniegelenksarthrose dauerhaft aufhalten oder gar umkehren kann. Schreite diese voran, könne gegebenenfalls der operative Einsatz eines Ersatzgelenks unumgänglich werden. Prävention, sprich: tägliches moderates Ausdauer-, Kraft- und Beweglichkeitstraining, so die AE, sei daher unbedingt empfehlenswert.

Training in der Pandemie

Jetzt, in der Corona-Pandemie, könnten die Anleitungen der Dresdner Gelenkschule des Universitätsklinikums Carl Gustav Caro hilfreich sein. (https://www.uniklinikum-dresden.de/de/das-klinikum/kliniken-polikliniken-institute/oupc/fuer-patienten/patienteninformation-uebungsprogramme/Knie/selbstgestaltete-bewegungstherapie) Ihre Programme bieten eine breit gefächerte und abwechslungsreiche Auswahl an Übungen für die selbstgestaltete Bewegungstherapie. Auf ihrer Internetseite werden alle Trainingseinheiten in kurzen Filmen demonstriert und erklärt. www.dresdner-ou-schule.de .

»Gezielte Informationen können dazu beitragen, den Krankheitsverlauf von Arthrosepatienten positiv zu beeinflussen«“, betont Professor Klaus-Peter Günther, Initiator der Dresdner Gelenkschule. Das genaue Wissen um den Aufbau, die Funktion und die Erkrankungen der Gelenke und des Bewegungsapparats sei ein wichtiges Erfolgsfaktor im Heilungsprozess.

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