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Besser, schneller, länger

Aufputschmittel beim Lernen

Suchtpotenzial

Bei längerer Einnahme von Koffein kann sich eine Toleranz ausbilden; die Wirkung gleicher Dosen lässt dann mit der Zeit nach. Auch eine körperliche Abhängigkeit ist im Bereich des Möglichen. Beim Entzug treten dann häufig Symptome wie Kopfschmerzen und Müdigkeit auf. Die Entzugssymptome erreichen nach etwa 24 Stunden einen Gipfel und klingen dann über einige Tage ab.

Anders als viele andere Suchtmittel schadet Koffein in moderaten Dosen dem Menschen selbst bei Dauergebrauch nicht. Entgegen seines teilweise schlechten Rufs scheint Kaffee sogar ein relativ gesundes Genussmittel zu sein. Bestimmte Inhaltsstoffe wie verschiedene Antioxidanzien im Kaffee sollen sogar die Gesundheit schützen. So soll er hepatoprotektiv wirken und vor manchen Malignomen schützen.

Pflanzliche Unterstützung

Zahlreiche pflanzliche Mittel versprechen bei Einnahme ebenso eine Steigerung der Konzentration. Einige Drogen haben vom Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittelagentur (HMPC) den Traditional-use-Status gegen vorübergehende Müdigkeit und Schwäche erhalten. Dazu gehören wegen ihres Koffein-Gehalts Mateblätter, Guarana, Grüner Tee und Kolasamen sowie außerdem Taigawurzel, Ginsengwurzel und Rosenwurzwurzelstock.

Droge Wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe Fertigarzneimittel-Beispiele
Taigawurzel Eleutheroside (Triterpensaponine und Phenylpropanoide) Eleu Curarina Tropfen, Eleutherococcus Wurzel
Ginsengwurzel Ginsenoside (Triterpensaponine) Doppelherz aktiv Ginseng Stärkungskapseln, Ginseng IL HWA Hartkapseln
Rosenwurzwurzelstock Phenylethanoid Salidrosid, Rosavine (Zimtalkoholderivate) rhodioLoges® 200 mg, Vitango®
Beispiele für Fertigarzneimittel ohne Koffein zur Anwendung bei Müdigkeit und Schwäche

Untersuchungen zeigen, dass durch eine kontinuierliche Einnahme von Ginseng-Präparaten die geistige Ermüdungskurve abgeflacht werden kann. Und auch eine Besserung der psychischen Leistungsfähigkeit ist nachzuweisen. Eine gewisse stimulierende Wirkung scheint auch die Taigawurzel zu haben. Für den Rosenwurz-Extrakt ist in randomisierten, placebokontrollierten Doppelblindstudien ein signifikanter Rückgang stressbedingter Müdigkeit sowie eine bessere Leistungsfähigkeit dokumentiert.

Wo eine Wirkung, da auch eine Nebenwirkung: Die Einnahme von Ginseng-Präparaten kann zu Überempfindlichkeitsreaktionen wie Urtikaria oder Juckreiz führen. Außerdem können Schlaflosigkeit sowie gastrointestinalen Störungen auftreten. Zubereitungen aus Taigawurzel oder Rosenwurzwurzelstock hingegen können Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Tachykardie und Kopfschmerzen verursachen.

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