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Medikamenten-Missbrauch

Eine Umfrage des Bundesverbands der Pharmaziestudierenden in Deutschland beschäftigte sich kürzlich mit der psychischen Gesundheit während des Pharmaziestudiums. Etwa 12 Prozent der Befragten gaben dabei an, zur Bewältigung von Stress Medikamente einzunehmen.

Danach greifen manche Studenten auch zur Steigerung der Konzentration zu verschreibungspflichtigen Medikamenten. Dazu gehört unter anderem der Wirkstoff Methylphenidat, besser bekannt unter seinen Handelsnamen Ritalin® oder Medikinet®. Zugelassen ist die Substanz bei Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS); es hemmt den Noradrenalin- und Dopamin-Transporter.

Etwa 17 Prozent der College-Studenten in den USA gaben an, einmal ADHS-Medikamente missbräuchlich verwendet zu haben. Auch hierzulande sind solche Fälle bekannt. Es ist selbstredend, dass eine unsachgemäße Einnahme mit vielen Risiken verbunden ist. Ein Missbrauch kann zu schwerwiegenden kardiovaskulären unerwünschten Ereignissen bis hin zum plötzlichen Tod führen. Bei chronischem Missbrauch kann sich eine ausgeprägte Toleranz und psychische Abhängigkeit mit anormalem Verhalten in unterschiedlicher Ausprägung entwickeln.

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