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Covid-19-Impfung 

Ausbleibende Nebenwirkungen gefährden den Impferfolg nicht

Als Beleg dafür zitiert Manoharan mehrere Publikationen. So habe in der Zulassungsstudie des mRNA-Impfstoffs Tozinameran (Comirnaty®) von Biontech und Pfizer die Hälfte der Probanden keine Nebenwirkungen angegeben, 90 Prozent der Teilnehmer hätten aber infolge der Impfung eine Immunität gegen SARS-CoV-2 entwickelt. Auch der »Covid-19-Impfstoff Moderna« schütze zu 95 Prozent vor dem Coronavirus, aber nur einer von zehn Geimpften entwickele eine Nebenwirkung.

Ganz allgemein seien Impfreaktionen bei Menschen ab 65 Jahren seltener als bei Jüngeren und bei Frauen häufiger als bei Männern. Der Alterseffekt liege an der sogenannten Immunseneszenz, dem mit den Jahren langsamen Nachlassen der Immunaktivität. Ältere Menschen entwickelten infolge einer Impfung niedrigere Antikörperspiegel, was jedoch nicht bedeute, dass sie keine Immunität gegen des Virus aufbauten.

Dass Frauen häufiger von Impfnebenwirkungen betroffen seien, liege vermutlich am männlichen Geschlechtshormon Testosteron. Dieses ist bei Frauen bekanntlich sehr viel weniger vorhanden als bei Männern und hat laut einer älteren Studie eine entzündungshemmende Komponente, die Akutfolgen einer Impfung abmildern kann.

Auch bei Patienten, die etwa wegen einer chronisch-entzündlichen Erkrankung immunsupprimiert werden, kann die Reaktion auf eine Impfung abgeschwächt sein. Ersten Daten zufolge sind sie jedoch durch die zugelassenen Covid-19-Impfstoffe nach einer vollständigen Impfung dennoch geschützt. Möglicherweise benötigen diese Patienten aber eine zusätzliche Auffrischimpfung.

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