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Orangen

lieber Saft als Früchte

11.01.2016  11:22 Uhr

Von Elke Wolf / Nährstoffe aus pasteurisiertem Orangensaft kann der Körper viel besser aufnehmen als aus der frischen Frucht. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universität Hohenheim nach Auswertung einer In-vitro- und einer In-vivo-Studie mit Probanden.

»Bei unseren Untersuchungen konnten wir feststellen, dass aus pasteurisiertem Orangensaft ungefähr doppelt so viele Carotinoide aufgenommen werden wie aus einer handelsüblichen Orange«, erklärt Julian Aschoff vom Lehrstuhl für Technologie und Analytik pflanzlicher Lebensmittel die Studienergebnisse.

Dies liege an der Saftherstellung. »Bei der Herstellung des Orangensaftes werden Ballaststoffe wie beispielsweise Pektin oder auch Cellulose teilweise abgetrennt. Diese Stoffe hemmen die Absorption von Caro­tinoiden während der Verdauung«, sagt Aschoff. Die Orange enthalte mehr unverdauliche Ballaststoffe als der Saft, sodass die Aufnahme der Carotinoide aus der Frucht stark vermindert ist.

Auch die Konsistenz spiele bei der Nährstoffaufnahme eine Rolle. »Beim Zerkauen einer Orange wird die Frucht nie komplett zer­kleinert. Viele Zellen bleiben so intakt und schließen die Carotinoide ein. Das ­erschwert ihre Aufnahme und Verwertung.« /

Quelle: Universität Hohenheim