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Neuerdings Pflicht

Angaben zu Fett, Zucker und Co.

04.01.2017  11:17 Uhr

Seit dem 13. Dezember 2016 sind Nährwertangaben bei vorverpackten Lebensmitteln EU-weit verpflichtend. Einheitliche Nährwerttabellen und gleiche Bezugs­größen soll Verbrauchern den Produktvergleich erleichtern. 

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) begrüßt die neue Rechtslage, kritisiert jedoch, Ausnahmeregelungen würden die guten Absichten verwässern. So gilt die Kennzeichnungspflicht nicht für lose Ware und Lebensmittel, die vor dem unmittelbaren Verkauf verpackt werden wie Pralinen oder Tee­gebäck. 

Ausgenommen sind auch alkoholische Getränke. Da Alkoholika oft kalorienreich sind, ist gerade diese Ausnahme aus Sicht des vzbv eine fragwürdige Entscheidung.

Laut EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LIMV) müssen sich die angegebenen Nährwerte auf 100 Gramm oder 100 Milliliter eines Lebensmittels beziehen. Folgende Nährwerte sind nun auf der Verpackung verpflichtend: Energiegehalt, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz. Zusätzlich dürfen einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, Stärke, Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe aufgeführt werden. (ais)