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Wurmerkrankungen

Kampf gegen Eier und Larven

20.01.2012
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Von Ursula Sellerberg / Weltweit ist ein Viertel der Weltbevölkerung chronisch mit einer oder mehreren Wurmarten infiziert. ­Somit gehören Wurmerkrankungen zu den zehn häufigsten ansteckenden Krankheiten. Wer auf Reisen einige Regeln beachtet, kann sich vor mancher Infektion schützen.

Der Blick auf die Weltkarte zeigt ein typisches Bild: Vor allem die arme Bevölkerung in den tropischen und subtropischen Regionen der Erde ist infiziert. Das liegt unter anderem daran, dass diese Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und ohne geregelte Abwasserentsorgung leben müssen und kaum medizinische Hilfe nutzen können.

In den Industrienationen bleiben aufgrund guter hygienischer Verhältnisse spektakuläre Epidemien mit Wurmerkrankungen aus. Daher wird ihnen hier wenig Beachtung geschenkt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat verschiedene Wurmerkrankungen in die Liste der vernachlässigten Tropenerkrankungen (neglected tropical diseases, NTDs) aufgenommen. Bis zum Jahr 2015 hat sich die WHO als Ziel gesetzt, mithilfe eines weltweiten Plans Tropenkrankheiten in den armen Ländern soweit möglich zu behandeln, ihre Ausbreitung einzudämmen oder sie ganz auszurotten.

Würmer (Helminthen) sind Mehrzeller und zwischen einigen Millimetern und mehreren Metern lang. Ihr Nervensystem ist hoch entwickelt und ihre ­Organe zum Teil sehr ausdifferenziert. Würmer werden in drei Untergruppen eingeteilt:

  • Fadenwürmer (Nematoden), zum Beispiel Maden-, Spul- oder Guineawurm,
  • Bandwürmer (Cestoden oder Zestoden), zum Beispiel Rinder-, Schweine- oder Fuchsbandwurm,
  • Saugwürmer (Trematoden), zum Beispiel die Pärchenegel als Auslöser der Bilharziose.

 

Helminthen gelangen auf verschiedene Weise in den menschlichen Organismus: Manche Larven bohren sich durch die Haut, andere werden durch Insektenstiche übertragen, wieder andere mit dem Trinkwasser aufgenommen, das in den Tropen oft mit menschlichen Fäkalien verunreinigt ist.

Nach der Infektion entwickeln sich die Larven zu nicht geschlechtsreifen Jugendformen. Erst die geschlechtsreifen erwachsenen Würmer paaren sich und legen Eier. Je nach Art ernähren sich die Parasiten vom Darminhalt oder vom Blut des Menschen. Viele Würmer wechseln in ihrem Lebenszyklus den Wirt und leben in Zwischenwirten wie Schnecken, Insekten oder Säugetieren.

Erst im menschlichen Körper entwickeln sich die Würmer zu ihrer endgültigen Lebensform. Dabei sind die Symptome anfangs oft unspezifisch oder bleiben lange Zeit unbemerkt. Manche Würmer verursachen jahrelang keine Beschwerden. Ausnahmen bilden Kinder und Schwangere: Wurminfektionen sind jedes Jahr für mehr als 40 Millionen Risikoschwangerschaften verantwortlich, bei Kindern können sie die körperliche und geistige Entwicklung verzögern.

Häufigste Wurminfektion

Mit dem Spulwurm (Ascaris lumbricoides) sind weltweit die allermeisten Menschen infiziert, schätzungsweise 1,2 Milliarden Menschen. Die Infektion erfolgt über die orale Aufnahme der Eier mit der Nahrung, vor allem in den Ländern, in denen die Felder mit menschlichen Fäkalien gedüngt werden. Aus den Eiern entwickeln sich im Darm die Larven. Nachdem diese in die Venen der Darmwand eingedrungen sind, gelangen sie mit dem Blut in andere Organe. Larven in der Lunge verlassen die Lungenbläschen, kriechen die Luftröhre hoch und gelangen von dort aus durch Verschlucken wieder in den Darm. Hier reifen sie zu erwachsenen Spulwürmern heran, die dann Eier legen. Mit dem Kot gelangen diese Eier ins Freie. Sie sind in feuchter Umgebung mehrere Jahre überlebensfähig. So schließt sich die Infektionskette.

Leichte Infektionen mit Spulwürmern bleiben meist symptomlos. Manche Menschen reagieren auf die Würmer im Darm mit Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen und Durchfall. Während die Larven die Lungen durchwandern, kommt es zur sogenannten Ascaris-Pneumonie mit Husten, Fieber und asthmaähnlichen Atembeschwerden. Die für die Therapie geeigneten Arzneimittel führt die Tabelle auf Seite 28. In jedem Fall muss die Einnahme des Medikamentes nach etwa zwei bis drei Wochen wiederholt werden. Der Grund dafür: Die wandernden Larven werden nicht durch die Medikamente getötet, sondern nur die Larven im Bereich des Darmes.

Madenwurm setzt vor allem Kindern zu

Mit dem Madenwurm (Enterobius vermicularis syn. Oxyuris vermicularis) sind mehr als eine Milliarde Menschen, meist Kinder infiziert. Als eine der häufigsten Infektionskrankheiten verläuft die Enterobiose aber relativ harmlos. Der Mensch nimmt die Eier oder Larven des Madenwurms oral auf, ein Zwischenwirt existiert nicht.

Anders als viele andere Würmer lebt dieser Wurm in der Regel ausschließlich im Darm. Madenwürmer sind etwa zehn Millimeter lang, männliche nur drei. Sie sind weiß und beweglich. Die Männchen sterben im Enddarm ab, verlassen ihren Wirt mit dem Kot und können dann im Stuhl entdeckt werden. Die Weibchen leben einige Wochen im Enddarm. Sie kriechen nachts heraus und legen ihre Eier auf die umgebende Haut. Dort entwickelt sich das Ei innerhalb einiger Stunden zur Larve. Kinder stecken sich selbst immer wieder an, weil der Analbereich juckt, sie sich vor allem im Schlaf kratzen und anschließend die Finger in den Mund stecken. Da die Eier des Madenwurms von einer klebrigen Eiweißschicht umgeben sind, bleiben sie leicht an Gegenständen, beispielsweise an Spielzeug, kleben. Menschen aus der Umgebung infizieren sich dann über die Eier oder die Larven.

Ein wichtiger Hinweis auf eine Madenwurminfektion ist Juckreiz im Analbereich, nächtliche Unruhe und Schlafstörungen, Darmbeschwerden sind eher selten. Um die ständige Wiederansteckung zu verhindern, sollte die Bettwäsche täglich gewechselt und gekocht werden. Bei Temperaturen um 60 °C werden die Eier nicht abgetötet. Medikamente gegen die Wurminfektion enthalten den Arzneistoff Pyrvinium (siehe auch Tabelle auf Seite 28). Wichtig: Die Einnahme muss nach einigen Wochen wiederholt werden.

Bandwürmer auf Waldfrüchten

Bandwürmer ähneln einer Kette aus flachen Segmenten. Diese Gliederkette ist je nach Erreger einige Millimeter bis einige Meter lang. Jeder Bandwurm hakt sich mit dem Kopfteil an der Dünndarmwand fest. Aus dem Halsteil entstehen ständig neue, eigenständige Glieder, die Proglottiden. Während ihres Vermehrungszyklus vom Ei über die Finne (infektionsfähige Larve) zum geschlechtsreifen Wurm wechseln Bandwürmer teilweise den Wirt. Der Rinderbandwurm (Taenia saginata) nutzt als Zwischenwirt ausschließlich Rinder, der Schweinebandwurm (Taenia solium) Schweine. Die Würmer scheiden nach und nach einige Zentimeter lange Endglieder ab, die mit Eiern gefüllt sind. Aus den Eiern entwickeln sich im Zwischenwirt die Larven.

Bandwürmer befallen auch Katzen und Hunde, wenn diese infizierte Wildtiere wie Mäuse oder infizierte Schlachtabfälle fressen. Als Zwischenwirte bei Haustieren dienen meist Tierflöhe. Der Mensch kann sich mit Bandwürmern infizieren, wenn er sich von einem Hund oder einer Katze die Hände oder das Gesicht abschlecken lässt. Ein möglicher Infektionsweg für Kinder sind auch mit Tierkot verunreinigte Sandkästen. Der Verzehr ungewaschener Waldfrüchte birgt die Gefahr einer Fuchsbandwurminfektion.

Verbreitung von Wurmarten, die für Menschen pathogen sind

Deutscher Name Zoologische Bezeichnung Vorkommen
Fadenwürmer (Nematoden)
Madenwurm Enterobius vermicularis weltweit
Spulwurm Ascaris lumbricoides weltweit
Bandwürmer (Cestoden)
Rinderbandwurm Taenia saginata weltweit
Schweinebandwurm Taenia solium weltweit
Fuchsbandwurm Echinococcus multilocularis nördliche Hemisphäre

Die Infektion mit einem Bandwurm erkennen viele Patienten erst dann, wenn sie in ihrem Stuhl Endglieder entdecken. Vorher könnte ihnen plötzlicher Heißhunger, der sich mit Appetitlosigkeit abwechselt, Gewichtsverlust und Juckreiz am Anus aufgefallen sein.Meist verursachen Bandwürmer allerdings keine Beschwerden. Vom Schweinebandwurm geht eine große Gefahr aus: Seine Eier können in den Blutkreislauf gelangen und Muskeln, Augen oder Gehirn befallen, wo sich dann Symptome bemerkbar machen.

Fleischbeschau verringert Infektionsrisiko

Bandwurmlarven werden durch rohes oder ungenügend gegartes Fleisch übertragen. In hoch entwickelten Ländern wie Deutschland ist diese Infektionsquelle wegen der gesetzlich vorgeschriebenen Fleischbeschau sehr selten. Das Risiko ist dennoch nicht gleich Null, weil auch Fliegen Wurmeier auf Lebensmittel übertragen können.

Während die Menschen in Mitteleuropa hauptsächlich an Spul-, Maden- und Bandwurminfektionen erkranken, sind Bewohner tropischer Regionen beispielsweise Infektionen durch den Guinea- oder Medinawurm (Dracunculus medinensis) ausgesetzt. Der Kampf gegen ihn scheint sich jedoch zu einer der seltenen echten Erfolgsgeschichten der Tropenmedizin zu entwickeln, denn mit einfachen Hygienemaßnahmen gelingt es, ihn zu dezimieren.

Guineawurm bald ausgerottet

Dieser Fadenwurm löst die Infektionskrankheit Drakunkulose aus. Als Zwischenwirte nutzt er Wasserflöhe, die im Süßwasser leben. In diesen entwickeln sich die Eier von Dracunculus medinensis zu Larven und verpuppen sich. Mit dem Trinkwasser gelangen die Flöhe in den menschlichen Magen, wo sie die Wurmlarven freigeben. Im Gewebe rund um den Magen paaren sich die geschlechtsreifen Würmer. Der befruchtete weibliche Wurm wandert in unterschiedliche Körperteile, häufig in die Beine, und wächst dort etwa ein Jahr lang. Sobald der Wurm dicht unter der Haut liegt, ­entsteht eine Eiterbeule. Platzt diese auf, gelangt der Parasit in die Um­gebung. Da viele Patienten versuchen, den Schmerz zu lindern, indem sie die Beine im Wasser kühlen, gelangt der Parasit mitsamt den Eiern wieder ins Wasser. Ein neuer Zyklus beginnt, wenn die Wasserflöhe die neuen Eier fressen.

Der Guineawurm wird bis zu einem Meter lang. Eine bewährte, aber schmerzhafte Methode, ihn aus dem Körper zu entfernen, ist das Aufrollen mit einem gespalteten Stäbchen, wenn er unter die Haut gewandert ist. Dazu muss ein Stäbchen durch ein Loch in die Haut gesteckt und der Wurm vorsichtig gegriffen werden. Der Wurm darf nur wenige Zentimeter pro Tag herausgezogen werden, sonst reißt er ab. Außerdem muss die Austrittsstelle rund um den Stab lokal mit entzündungshemmenden Arzneimitteln behandelt werden. Der Stab soll der Ursprung für das Symbol des Äsculapstabes sein, bei dem sich eine Schlange um einen Stab windet.

Als wirksame Gegenmaßnahme haben sich einfache, tragbare Wasserfilter erwiesen, mit denen die Wasserflöhe aus dem Trinkwasser entfernt werden können. Die WHO verzeichnet große Erfolge mit ihrem Programm, den Guineawurm weltweit auszurotten. Um den Vermehrungszyklus zu unterbrechen, dürfen Erkrankte Wasserstellen nicht betreten.

Erweisen sich die Maßnahmen auch weiterhin als erfolgreich, wäre diese Wurminfektion nach den Pocken die zweite Infektionskrankheit in der Geschichte der Menschheit, die vollständig ausgerottet werden konnte.

Bilharziose durch Pärchenegel

Als Auslöser der Blasen- oder Darm-Bilharziose haben Pärchenegel (Schistosoma) aus der Gruppe der Saugwürmer große Bedeutung. Weltweit leiden circa 200 Millionen Menschen an Bilharziose, 600 Millionen sind gefährdet, sich mit den Egeln zu infizieren. Schätzungsweise 250 000 Menschen sterben jährlich an den Komplikationen der Bilharziose.

Anthelminthika für Menschen

Wirkstoff Fertigpräparate (Beispiele) Wirkt gegen Beratungshinweise (Auswahl)
Albendazol Eskazole (Rx) Fadenwürmer Bandwürmer Arzneistoff wird durch fettreiche Kost besser resorbiert.
Mebendazol Surfont (Rx) Vermox (Rx) Fadenwürmer Bandwürmer Dosis richtet sich nach Erreger.
Niclosamid Yomesan (OTC) Bandwürmer Vor und während der Behandlung saure Fruchtsäfte trinken, dadurch wird Schleim aus dem Darm entfernt. Beim Schweinebandwurm das Anthelminthikum unbedingt mit einem Abführmittel kombinieren.
Praziquantel Biltricide (Rx) Cesol (Rx) Cysticide (Rx) Bandwürmer Saugwürmer Dosis und Einnahmedauer hängt vom Erreger ab. Sehr häufige Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Benommenheit, Übelkeit, Erbrechen.
Pyrantel Helmex (Rx) Fadenwürmer Dosierung nach Gewicht. Hygienische Maßnahmen einhalten, um Angehörige nicht anzustecken.
Pyrvinium Molevac (OTC) Pyrcon (OTC) Madenwürmer (Unterfamilie der Fadenwürmer) Der Stuhl färbt sich hellrot.

Weitere Substanzen zur Behandlung spezieller tropischer Wurminfektionen sind in Deutschland nicht oder nur für die Anwendung bei Tieren zugelassen. Beispiele sind die Arzneistoffe Ivermectin, Triclabendazol, Nitazoxanid und Diethylcarbamazin.

Pärchenegel leben in Wasserläufen und Seen. Schnecken dienen ihnen als Zwischenwirte. In diesen entwickeln sich die Eier zu Larven, die sich durch die intakte menschliche Haut bohren können. Dafür ist kein ausgedehntes Bad erforderlich, es reicht auch der kurze Kontakt mit verseuchtem Süßwasser – sei es beim Wasser holen, Wäsche waschen oder bei der Körperpflege.

Mit dem Blut gelangen die Larven des Blasenegels in die Venen der Harnblase oder deren direkter Umgebung. Dort ernähren sie sich vom menschlichen Blut. Die Eier des Egels bilden Eiweiß auflösende Enzyme, sodass in der Blasenwand Löcher entstehen. So gelangen die Eier mit dem Urin schließlich wieder ins Wasser, und der Infektionszyklus schließt sich.

Das schützt vor Wurmerkrankungen

  • Kontakt mit Urin oder Kot vermeiden. In manchen Ländern wird menschlicher Kot auch als Dünger verwendet. Deshalb keine rohen, ungewaschenen Lebensmittel essen, die mit Erde oder Dünger in Kontakt gekommen sind. Auch Fliegen können Kotspuren auf Lebensmittel übertragen.
  • Rohes Fleisch, Fisch, Schnecken oder ähnliches meiden. Fleisch und Fisch nur gut durchgegart essen.
  • Vorsicht vor Tierflöhen: keine Katzen und Hunde streicheln. Kinder nur dann in einem Sandkasten spielen lassen, wenn der Kasten regelmäßig abgedeckt wird, sobald die Kinder ihn verlassen.
  • Eigene Haustiere regelmäßig entwurmen, vor allem Katzen, die Mäuse fressen.
  • Vor dem Essen und nach dem Toilettenbesuch die Hände mit Seife waschen.
  • Vorsicht bei Waldfrüchten: am besten vor dem Verzehr erhitzen.
  • Sich vor Mücken- und anderen Insektenstichen schützen.
  • In den Tropen Trinkwasser abkochen. Nicht in Seen oder Flüssen baden. Spritzwasser meiden.
  • Am besten draußen nicht barfuß laufen.

Blasen-Bilharziose führt zu Brennen beim Wasserlassen, außerdem ist mit bloßem Auge Blut im Urin erkennbar. Der Zustand des Betroffenen ähnelt dem einer fiebrigen Erkrankung. Wenn als Spätfolge die Blasenwand verkalkt, verengen sich auch die Harnleiter, und der Harn kann nicht mehr abfließen. Eine Spätkomplikation ist die Niereninsuffizienz. Im Unterschied dazu siedelt sich der Pärchenegel der Darm-Bilhar­ziose in den Darmvenen an, und seine Eier verlassen den menschlichen Organismus nicht über den Urin, sondern mit dem Kot. Symptome einer Darm-Bilharziose sind Blut im Stuhl. Als Komplikationen treten Schäden an Leber, Lunge oder Gehirn auf.

Hinweise auf eine Wurminfektion

  • Verstopfung oder Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Mattigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Heißhunger und/oder Appetitlosigkeit, manchmal im Wechsel
  • Blut im Stuhl
  • Juckreiz am Anus
  • Hautwunden
  • Blut im Urin, Brennen beim Wasserlassen

Um einer Infektion mit Pärchenegeln vorzubeugen, sollte man nicht in tropischen Seen oder Flüssen baden. Auch der Aufenthalt am Rand eines Sees oder Ufer eines Flusses ist gefährlich, denn die Larven leben an der Wasseroberfläche und befinden sich ebenfalls im Spritzwasser.

Zurück aus dem fernen Urlaubsland

Wer von einer Reise aus einer tropischen oder subtropischen Region nach Hause zurückkehrt, sollte ganz besonders auf körperliche Veränderungen achten. Symptome, die auf eine Wurminfektion hindeuten, enthält der Kasten links. Die Diagnose stellt wie immer der Arzt, meist mithilfe der mikroskopischen Untersuchung des Stuhls oder durch den Nachweis von Antikörpern im Blut. Prophylaktische Maßnahmen führt der Kasten oben auf. Diagnostiziert der Arzt nach dem Urlaub eine Wurminfektion, lässt sich diese in den Industrienationen in aller Regel gut behandeln. In Entwicklungsländern hingegen sind diese Infektionen aber noch immer ein ernstes Problem, weil zum Teil das Gefahrenbewusstsein fehlt und viele Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. /

E-Mail-Adresse der Verfasserin

ursula.sellerberg(at)yahoo.de