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Frische Nichtraucher zum Test

25.01.2013
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Von Annette Immel-Sehr / Manch einer hat zum neuen Jahr einen Vorsatz in die Tat umgesetzt und mit dem Rauchen aufgehört. Damit tut er seinem Körper einen großen Gefallen. Trotzdem empfiehlt der Bundesverband der Pneumologen »frischen« Nichtrauchern, möglichst bald einen Lungenfacharzt aufzusuchen. Dieser soll abklären, ob der Tabakkonsum die Lunge bereits geschädigt hat.

Vor allem bei Menschen, die über Jahre täglich viele Zigaretten geraucht haben (eine Packung und mehr), kann es sein, dass sich eine chronisch-obstruktive Bronchitis (COPD) entwickelt hat. Mit einem Lungenfunktionstest lässt sich das Ausmaß möglicher Atemwegs­verengungen bestimmen. Des Weiteren kann der Lungenfacharzt die sogenannte Diffusionskapazität messen. Dabei wird untersucht, wie viel Sauerstoff aus der Luft die Lunge aufnehmen kann, was von der intakten Oberfläche der Lungenbläschen (Alveolen) und Kapillaren abhängt.

Beide Untersuchungsmethoden – Lungenfunktions­test und Messung der Diffusionskapazität – sind erforderlich, um das Ausmaß der möglichen Schädigung durch lang­jähriges Rauchen fest­zustellen. Insbesondere ehemalige Raucher, die bereits unter chronischem Husten und Atemnot leiden, sollten sich unter­suchen lassen. Aber auch denjenigen, die (noch) keine Atemwegs­beschwerden wahrnehmen, empfiehlt der Berufsverband die Untersuchung. Denn COPD entwickelt sich schleichend und führt unbehandelt allmählich zu einem unwieder­bringlichen Verlust der Lungenfunktion. Eine frühzeitige Behandlung jedoch kann das Fortschreiten der Erkrankung bremsen oder sogar stoppen. Deswegen ist es so wichtig, dass ein Arzt eine bestehende COPD so früh wie möglich feststellt und eine Therapie veranlasst. Eingesetzt werden vor allem Wirkstoffe, die die Bronchien erweitern und so die Atemwegs­beschwerden mildern. Glucocorticoide wirken entzündungs­hemmend und helfen bei fortgeschrittener COPD. Heilbar ist die Erkrankung allerdings nicht. /

Quelle: Berufsverband der Pneumologen