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Ciclopirox wirkt nach Versagen anderer Nagelpilz-Präparate

24.01.2014  11:06 Uhr

Von Verena Arzbach / Ciclopoli®, ein Nagellack mit dem Breitspektrum-Antimyko­tikum Ciclopirox, wirkt auch dann gegen Nagelpilz, wenn andere lokale Therapien wirkungslos geblieben sind. 62 Prozent der Anwender profitierten in einer Studie von der anschließenden Behandlung mit dem wasserlöslichen Nagellack.

An der Studie, deren Ergebnisse im Oktober 2013 auf einem Kongress der europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) in Istanbul vorgestellt wurden, nahmen 70 Patienten mit Pilzbefall eines oder mehrerer Nägel (Onychomykose) teil. Die Patienten hatten die Nägel zuvor sechs Monate lang mit einer 5-prozentigen Amorolfin-Lösung behandelt, dennoch waren noch 10 Prozent oder mehr der Nagelfläche vom Pilz be­fallen. Auch ein Nachweis von Pilz­elementen mittels Kaliumhydroxid­-Lösung (KOH-Test) fiel nach dem halben Jahr Behandlung positiv aus.

Insgesamt beendeten 66 Patienten die Studie, bei 44 von ihnen konnte nach sechs Monaten täglicher Behandlung mit Ciclopirox im KOH-Test kein Pilz­erreger mehr nachgewiesen werden. Der Einsatz von Ciclopirox sei daher als Ersttherapie nach der Diagnose sinnvoll, so das Fazit der Autoren. Auch wenn andere lokale Therapien versagt hätten, könne der Nagellack noch wirken.

Grundlage des Ciclopoli-Nagellacks ist das Biopolymer Hydroxypropylchitosan, das an das Nagelkeratin bindet und gleichzeitig als Trägerstoff wirkt. So gelangt der Wirkstoff Ciclopirox laut Hersteller schnell und in hoher Konzentration in und unter den Nagel und bekämpft dort Pilze und deren Sporen. Ciclopoli ist im Gegensatz zu anderen antimykotisch wirksamen Nagellacken wasserlöslich. Der Lack muss daher nicht mit organischen Lösungsmitteln entfernt werden, auch das Abfeilen der betroffenen Nägel entfällt. Patienten sollten Ciclopoli einmal täglich – am besten vor dem Zubettgehen – über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten auftragen. /