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Traubensilberkerze mit Zusatznutzen

09.01.2015
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Von Elke Wolf / Möglicherweise profitieren Frauen, die wegen ihrer Wechseljahresbeschwerden einen isopropanolischen Traubensilbekerzen-Extrakt einnehmen, parallel von dessen positiven Effekten auf die Knochen. Zumindest haben Extrakte von Cimicifuga racemosa sowohl in Laborversuchen als auch in ersten klinischen Studien einen positiven Einfluss auf Knochenstoffwechselparameter gezeigt.

»Ein isopropanolischer Extrakt der Traubensilberkerze wie in Remifemin® erhält im Tiermodell überwiegend die Knochendichte und ist hier zum Teil genauso potent wie Raloxifen und Estrogen«, informierte Privatdozentin Dr. Petra Stute vom Universitätsspital Bern auf einer Presseveranstaltung der Firma Schaper & Brümmer anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Menopausen Gesellschaft. 

Die Gynäkologin stellte eine aktuelle Untersuchung vor, bei der die Effekte des Traubensilberkerzen-Extrakts mit Estradiol E2 bei Ratten verglichen wurden. Die Ratten hatten aufgrund der Entfernung ihrer Eierstöcke eine manifeste Osteoporose.

Beide Behandlungen schützten signifikant vor Knochendichteverlust, er­hielten die trabekuläre Struktur des Knochens und bewahrten die Knochenfestigkeit. Nach einer zwölfwöchigen Behandlung waren die Effekte auf den Knochen von Traubensilberkerze mit denen von Estradiol vergleichbar. »Beide Therapien sind jedoch nicht in der Lage, den Ausgangszustand wieder herzustellen«, sagte Stute. Erste klinische Daten scheinen die positiven Effekte am Knochen zu bestätigen.

Die Expertin empfahl Osteoporose-gefährdeten Frauen mit klimakterischen Beschwerden, Traubensilberkerzen-Extrakt zusätzlich zu einer hormonellen Therapie einzunehmen. Ob sich dadurch die Dosis an Hormonpräparaten senken lässt, sei nicht untersucht. Das Phytopharmakon könne jedoch die Hormonersatztherapie nicht ersetzen.

Quelle: Jahrestagung Deutsche Menopause Gesellschaft, Frankfurt