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Männer leiden mehr als Frauen

25.01.2016
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Von Verena Arzbach / Männer leiden unter einer Grippe oder Erkältung mehr als Frauen – das zumindest behauptet das starke Geschlecht häufig selbst. Dass am Phänomen »Männerschnupfen« aber tatsächlich etwas dran sein könnte, darauf deutet eine Studie von Forschern um Jackye Peretz von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore in den USA hin.

Grund dafür ist wohl das weibliche ­Sexualhormon Estrogen. Die Wissenschaftler behandelten gesunde Nasenzellen weiblicher und männlicher Spender im Labor zunächst jeweils mit ­Estrogen oder einem selektiven Estrogenrezeptormodulator (SERM).

Anschließend infizierten sie die Zellen mit Influenza-A-Viren und stellten fest, dass sich die Viren in den weiblichen Nasenzellen schlechter und langsamer vermehren konnten als in den männ­lichen. So könnte das Immunsystem die Infektion schneller in den Griff zu ­bekommen.

Estrogen habe womöglich antivirale Effekte speziell bei Frauen, so die Forscher. Diese ließen sich auch nicht nachahmen, wenn die männlichen Zellen mit Estrogen behandelt wurden. Warum das so ist, muss allerdings noch in weiteren Studien geklärt werden. /

Quelle: American Journal of Physiology – Lung Cellular and Molecular Physiology