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Dextromethorphan und Ambroxol überzeugen

16.01.2017
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Für die Wirksamkeit etlicher Antitussiva und Expektoran­zien bei akutem Husten liegen keine oder veraltete Studien vor. Eine neue Metaanalyse im Fachjournal »BMJ Open ­Respiratory Research« zur Effizienz von elf Antitussiva und Expektoranzien sorgt nun für mehr Transparenz und ­erleichtert die Empfehlung.

Darin beurteilen die Autoren, ob klinische Studien in ausreichender Qualität die Effizienz der Wirkstoffe anhand anerkannter Messmethoden be­legen. Dextromethorphan und Ambroxol überzeugten die Autoren.

Dextromethorphan reduziert bei einer Dosis von 30 mg die Hustenfrequenz im Vergleich zu Placebo signifikant. Die flüssige Zube­reitung wirkt dabei schneller als die feste. Dagegen konnten das ­verschreibungspflichtige Codein und auch Pentoxyverin, ein nicht-opioider Hustenstiller, nicht überzeugen.

Bei den Expektoranzien punktete Ambroxol. Laut Studien­autoren kann es zu einer nachweislichen Reduktion der Symp­tome des akuten Hustens im Vergleich zu ­Placebo führen. Die Autoren schreiben dem Wirkstoff Sekretolyse-ergänzende Effekte durch eine Blockade der spannungs­abhängigen Natrium­kanäle zu. ­Acetylcystein (NAC) schnitt in dem Review dagegen schlecht ab. Ein Nutzen sei zwar sichtbar, aber von geringer klinischer Re­levanz für die Behandlung von akutem Husten. Für NAC liegen aber ­mehrere Studien für die Behandlung von COPD und chronischem Husten vor. (ew)