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Impfungen

Zu spät, zu selten

16.01.2017  10:39 Uhr

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat im Januar im »Epidemiologischen Bulletin« neue Daten zur Rota-, HPV-, ­Masern- und Influenza-Impfung vor­gestellt. Die Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung zeigen, dass es kleine Erfolge gibt, jedoch auch Impfmüdigkeit.

So stieg etwa die Impfquote gegen Humane Papillomaviren (HPV) bei 15-jährigen Mädchen auf 30,5 Prozent an, liegt aber noch deutlich niedriger als erwünscht.

Immer weniger ältere Menschen lassen sich gegen In­fluenza impfen. Während sich in der Saison 2009/2010 noch 47,7 Prozent der mindestens 60-Jährigen gegen Grippe immunisieren ließen, waren es 2015/2016 nur noch 35,3 Prozent.

Bundesweit waren 150 000 Kinder des Jahrgangs 2013 mit 24 Monaten nicht vollständig geimpft; 28 000 ­weitere Kinder waren gar nicht gegen Masern immunisiert. Probleme gibt es vor allem in Ballungsräumen, besonders in Berlin.

Erstmals liegen auch Daten für die 2013 von der Ständigen Impfkommission empfohlene Rotaviren-Impfung für Säuglinge vor. Die erste Impfung sollte möglichst früh im Alter von sechs bis zwölf Wochen erfolgen, je nach Präparat folgen eine oder zwei weitere Dosen. Im ­Geburtsjahrgang 2014 wurden zwei Drittel der Kinder vollständig immunisiert. Doch nur 89 Prozent der Kinder erhalten die erste Dosis zeitgerecht. Mit zunehmenden Alter bei der ersten Impfung besteht allerdings ein geringfügig erhöhtes Risiko für eine Darm­einstülpung (Darm­invagination). (PZ/dh)