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Rabattverträge starten am 1. Juni

05.04.2009
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Rabattverträge starten am 1. Juni

Von Daniel Rücker

Die juristischen Scharmützel sind weitgehend beendet. Der Zeitplan für den Start der AOK-Rabattverträge steht. 

Zum dritten Mal hatten die Ortskrankenkassen die Versorgung ihrer Versicherten mit bestimmten Arzneimitteln ausgeschrieben. Zum dritten Mal drohten die Rabattverträge im juristischen Chaos zu versinken. Doch anders als in der letzten Runde, konnte sich die AOK am Ende doch durchsetzen. Wenn nichts mehr dazwischen kommt, starten die Vereinbarungen zu 63 Wirkstoffen am 1. Juni.

Nachdem die AOK von den Vergabekammern und Landessozialgerichten weitgehend Recht bekommen hatte, konnte Dr. Christopher Hermann, AOK-Chefunterhändler in Sachen Rabattverträge, Anfang März den neuen Starttermin verkünden. Ursprünglich sollte es bereits am 1. März losgehen. Doch dieser Termin ließ sich nicht halten, denn nach Abschluss der Gerichtsverfahren benötigen die Generikahersteller einige Zeit, um sich ausreichende Vorräte der Medikamente anzulegen. Anschließend müssen sich noch der Großhandel und über ihn die Apotheken bevorraten. Da der AOK nach all den Schwierigkeiten wenig an einem neuerlichen holprigen Start gelegen war, wurde der Termin gleich um drei Monate verschoben. Zudem waren Übergangsregelungen für die Apotheken vorgesehen, damit diese noch ausreichend Zeit haben, die Ware anderer Hersteller abzugeben.

Die Bedingungen für die Übergangszeit verhandelt die AOK zurzeit mit dem Deutschen Apothekerverband. Klar scheint, dass es eine Friedenspflicht geben wird. Hermann: »Die Apotheker sollen genügend Zeit haben. Wir werden in der Anfangsphase nicht retaxieren.« Wie lang die Übergangsphase wird, kann Hermann nicht abschätzen. »Das hängt davon ab, wie schnell die Rabattpartner Lieferfähigkeit garantieren können.«

E-Mail-Adresse des Verfassers:
ruecker(at)govi.de