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Salze des Lebens

Schüßlersalz Nummer 3

23.03.2010  20:53 Uhr

Salze des Lebens

Schüßlersalz Nummer 3

von Gabriele Neumann

Das Schüßlersalz Nummer 3 ist Eisen-II-phosphat. Es gehört als Erste-Hilfe-Mittel in jede Haus- und Reiseapotheke und spielt bei der Infektabwehr eine wichtige Rolle.

Ferrum phosphoricum (Fe3(PO4)2 x 8 H2O), auch phosphorsaures Eisen genannt, ist das Hauptmittel für alle plötzlich auftretenden akuten Gesundheitsstörungen, also ein Mittel für die Erste Hilfe. Auch die erste Phase aller entzündlichen Erkrankungen ist ein Einsatzgebiet für Ferrum phosphoricum, beispielsweise trockener Schwellungskatarrh ohne Sekretion sowie akute Fieber- und Schmerzzustände. Als Mittel zur Anregung der blutbildenden Gewebe und des Immunsystems hat es ebenfalls eine wichtige Bedeutung.

Die Aufgaben des Eisens (Ferrum) im Organismus sind umfangreich. Eisen ist der wichtigste Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin und des Myoglobin (roter Muskelfarbstoff) und wirkt als Sauerstoffüberträger. Eisenphosphat ist vor allem enthalten in allen Muskelzellen, im Blut, in einer Reihe innerer Organe, wie dem Gehirn, der Leber (blutreichstes Organ des Körpers), der Milz, dem Knochenmark, in der Darmschleimhaut und den Darmzotten und in vielen Drüsen mit innerer Sekretion wie der Schilddrüse und der Bauchspeicheldrüse sowie in Enzymen.

Das in den roten Blutkörperchen enthaltene Eisen nimmt in der Lunge nach dem Einatmen Sauerstoff auf und führt ihn anschließend allen Geweben des Körpers zu. Eisen reguliert den Sauerstofftransport im Blut und unterstützt die Sauerstoffspeicherung im Muskel. Eisen stabilisiert das Immunsystem und beeinflusst die Bildung von Phagozyten (Fresszellen). Es ist auch beteiligt an der Energiegewinnung in den Mitochondrien und verbessert die Stoffwechselfunktionen.

Ein Mangel an Ferrum phosphoricum äußert sich in folgenden Symptomen: 

  • Konzentrationsstörungen,
  • leichte Ermüdbarkeit,
  • wenig Widerstandskraft,
  • Neigung zu Entzündungen,
  • fieberhafte Infekten, 
  • Blutarmut,
  • klopfenden, pochenden und pulsierenden Schmerzen,
  • Unverträglichkeit von Sonnenlicht,
  • rheumatischen Beschwerden,
  • Magenschleimhautentzündung mit beginnendem Durchfall oder auch Verstopfung.

 

Das Antlitz der Menschen mit Eisenmangel ist gerötet wie bei einem fiebrigen Infekt (»Ferrum-Röte«), und sie reiben sich charakteristischerweise an vermeintlichen Widerständen auf.

Für Kinder und Sportler

Das Schüßlersalz Nummer 3 wird immer in der Potenz D12 angewendet. Ferrum phosphoricum ist nach Schüßler das Mittel für das erste Stadium einer Erkrankung. Wer die ersten Anzeichen einer Erkältung bemerkt, lässt viertelstündlich 1 Tablette im Mund zergehen. Meist hilft dies, die Erkältung abzuwehren. Wenn gelblich-grünlicher Schleim aus der Nase läuft, hilft Ferrum phosphoricum allerdings nicht mehr.

Das Schüßlersalz Nummer 3 wird als Akutmittel bei Überanstrengung und Verletzung sowie in frühen Phasen einer entzündlichen und fieberhaften Erkrankung eingesetzt, so auch bei den typischen Kinderkrankheiten: Bei einer beginnenden Mittelohrentzündung hat sich das Mittel im halbstündigen Wechsel mit Belladonna D6 bestens bewährt (je 1 Tablette). Auch kann das Schüßlersalz Nummer 3 vorbeugend einnehmen, wer die Widerstandskraft und Leistungsfähigkeit seines Körpers stärken möchte. So können auch Sportler einen Muskelkater verhindern oder, wenn er schon da ist, damit behandeln. Als Dosierungsempfehlung gilt: Vor dem Sport 5 Tabletten in heißem Wasser auflösen und lauwarm schluckweise kauend trinken. Tipp: Die Einnahme von je 1 Tablette im halbstündigen Wechsel mit Rhus toxicodendron D6 bringt bei Muskelkater noch schnellere Linderung.

Bei Erschöpfung und Wunden

Bei allgemeinen Erschöpfungszuständen, Konzentrationsstörungen und in der Rekonvaleszenz hat sich ebenfalls Ferrum phosphoricum bewährt. Über einen längeren Zeitraum dreimal täglich 2 Tabletten in der Potenz D12 gelutscht oder 5 Tabletten in heißem Wasser aufgelöst und langsam, schluckweise kauend getrunken, gibt schnell wieder Energie und Kraft.

Bei allen Verletzungen wie Quetschungen, Stauchungen, Schnitt- und Schürfwunden oder bei Verletzungen der Weichteile lindert es die akuten Beschwerden und vermindert die Blutung. Über längere Zeit eingenommen beeinflusst es auch die Wundheilung positiv.

Auch die Schüßlersalbe Nummer 3 in der Potenz D4 unterstützt die Heilung bei Quetschungen und Verstauchungen, Sonnenbrand und Verbrennungen. Ein Umlauf am  Finger- oder Fußnagelbett heilt durch die Salbe besser ab. Wenn die Augenlider vor Überanstrengung brennen und sich röten, können Betroffene die Lider vor dem Schlafen mit der Salbe einreiben. Während der Nacht behebt sich das Problem.

Frühjahrskur

Im Frühjahr ist eine »Immunkur« vorbeugend gegen Allergiebeschwerden oder auch als Stärkungskur für Kinder und Erwachsene angezeigt. Diese Kur

  • stabilisiert das Immunsystem,
  • schützt vor Infekten,
  • stärkt die Abwehr,
  • hilft bei allergischen Beschwerden wie bei Heuschnupfen.

 

Für die Dauer von sechs Wochen gilt folgender Einnahmeplan:

Morgens: 2 Tab. Schüßlersalz Nr. 3 (Ferrum phosporicum D12)
Mittags: 2 Tab. Schüßlersalz Nr. 17 (Manganum sulfuricum D6)
Nachmittags: 2 Tab. Schüßlersalz Nr. 21 (Zincum chloratum D6)
Abends: 2 Tab. Schüßlersalz Nr. 11 (Silicea D12)

E-Mail-Adresse der Verfasserin:
service(at)karls-apo.de

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