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Birken fördern Wundheilung

25.02.2014
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Von Annette Immel-Sehr / Seit Jahrhunderten gelten Extrakte der Birkenrinde als Heilmittel bei Hautverletzungen.

Professor Dr. Irmgard Merfort und ihr Team vom Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg haben den Extrakt aus der äußeren, weißen Schicht der Rinde untersucht und geklärt, wie die wundheilende Wirkung auf molekularer Ebene zustande kommt.

In der ersten Phase der natürlichen Wundheilung schütten die verletzten Hautzellen bestimmte Stoffe aus, die zu einer vorübergehenden Entzündung führen. Dies lockt Fresszellen an, die eingedrungene Bakterien sowie totes Gewebe beseitigen. Die Freiburger Wissenschaftlerinnen stellten fest, dass Birkenrinden-Extrakt die Halbwertszeit der Boten-Ribonukleinsäure (mRNA) verlängert, die für die Produk­tion der Entzündungsstoffe zuständig ist. In der zweiten Phase der natür­lichen Wundheilung wandern Keratino­zyten in die Wunde ein und schließen die Verletzung. Auch bei diesem Schritt sind der Birkenkork-Extrakt und seine Wirkstoffe Betulin und Lupeol offenbar aktiv: Sie beschleunigen die Einwanderung der Zellen, sodass sich die Wunde schneller schließt. /

Quelle: Albert-Ludwigs- Universität Freiburg