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Imagekampagne

Näher am Patienten

25.02.2014
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Von Daniel Rücker / Keine Frage, die öffentlichen Apotheken in Deutschland stehen bei ihren Kunden hoch im Kurs. PTA und Apotheker gelten als verlässlich, kompetent und patienten­orientiert. Im Frühjahr möchte die ABDA mit einer Kampagne das positive Image der Apotheken festigen.

Die Apotheken rüsten sich für die kommenden Jahre. Ein wesentlicher Baustein ist dabei ein neues Leitbild. Das soll aufzeigen, welche Rolle die Apotheken in der Zukunft spielen wollen. Das Leitbild soll beim Apothekertag im September dieses Jahres vorgestellt werden. Flankierend dazu wird die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände Ende April eine Imagekampagne starten. Unter dem Slogan »Näher am Patienten« wird die enge Beziehung zwischen Patienten und Apotheken in den Mittelpunkt gestellt.

Konzipiert wurde die Kampagne gemeinsam mit der Münsteraner Kommunikationsagentur Cyrano, die auch den Leitbildprozess begleitet. Ziel der Imagekampagne ist es, die Apotheke noch stärker als Ort der Beratung darzustellen und so das Umfeld für die Umsetzung des Leitbildes zu schaffen, sagte ABDA-Vizepräsident Mathias Arnold in einem Pressegespräch der ABDA in Berlin.

Ziel der Kampagne ist es aber auch, die ohnehin sehr guten Sympathiewerte der Apotheker zu festigen. Die Apotheke sei für die Patienten ein Ort der Stabilität, des Vertrauens und der Sicherheit. Die Patienten wünschten sich dort keine Wechsel, sagte Arnold, nicht bei Rabattarzneimitteln und nicht beim Apothekenteam.

Große Vielfalt

Die Kampagne setzt sowohl auf die Gemeinsamkeiten der Apotheken, also gute Beratung, seriöse Informationen und Zeit für die Patienten. Gleichzeitig soll aber auch deren Vielfalt deutlich werden. Deshalb wird es eine Reihe unterschiedlicher Plakate geben. Auf denen ist immer mindestens ein Apotheker abgebildet und zwar ein echter. Die ABDA und Cyrano haben sich darauf geeinigt, nicht mit Models zu arbeiten, sondern ausschließlich mit Menschen, die auch wirklich in einer Apotheke arbeiten. Eine Ausnahme ist allerdings das Bild auf dieser Seite. Hierbei handelt es sich um ein Pressebild mit Darstellern aus der Kommunikationsagentur, das nicht in der Kampagne eingesetzt wird.

Für die neue PR-Aktion wurde die Köpfe-Kampagne aus den Vorjahren weiterentwickelt. Die dort abgebildeten Apotheker sind im selben Stil abgelichtet. Auf den aktuellen Plakaten setzt die Agentur aber auch Gegenstände oder Zahlen ein, die eine bestimmte Eigenschaft oder Leistung der Apotheken verdeutlichen.

Bei den Plakaten steht auf halber Höhe der Satzanfang »Wir sind …«. In seinem zweiten Teil wird der begonnene Satz ganz unterschiedlich ergänzt – etwa mit »… auch mal Katerberater« (Foto). Dabei ist es nicht Ziel der ABDA, auf jedem Plakat mit Kalauern zu punkten, sondern – von seriös bis lustig – mit einem großen Spektrum von Aussagen Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Für die Plakate gibt es mehrere Verwendungen. Sie sollen in den Städten auf Großflächen erscheinen, sie können aber auch in einer Zeitschrift als Anzeige geschaltet werden – last but not least können Apotheken die Plakate in der Offizin oder im Schaufenster aufhängen. Im Unterschied zu früheren Jahren wird den Apothekern jetzt kein bestimmtes Motiv vorgegeben. Stattdessen können sie aus einer großen Auswahl diejenigen Plakate anfordern, die ihnen selbst am besten gefallen. Dazu wird im März eine Website eingerichtet, auf der jedes Apothekenteam individuell ein Paket mit Plakaten zusammenstellen kann.

Regionale Unterschiede

Damit will die ABDA eine größere Akzeptanz der Plakate bei den Apothekern erreichen und so sicherstellen, dass möglichst viele Apotheken die Plakate aufhängen werden. Dazu dürfte auch beitragen, dass die Bestellung für die Apotheker kostenlos ist.

Ein weiterer Pluspunkt ist der regionale Absender der Plakate. Weil es bei der Kampagne um Nähe geht, steht unten auf den Plakaten: »Ihre Apotheken aus dem Ruhrpott«, ... »aus Berlin« oder .., »von der Küste«. Das dürfte den Kunden gefallen. Die Kampagne soll bis 2016 laufen. Im kommenden Jahr wird die ABDA ab Herbst zusätzlich zu den Plakaten auch Radiospots und Kinowerbung schalten. /

E-Mail-Adresse des Verfassers
d.ruecker(at)govi.de