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Migräne-Attacken selbst verhindern

26.01.2015  11:34 Uhr

Von Annette Immel-Sehr / Manche Menschen erleiden ein- oder zweimal im Jahr einen Migräneanfall, andere sind deutlich häufiger geplagt. Durch eine gezielte Migräne-Prophylaxe lassen sich Häufigkeit, Schwere und Dauer der Attacken wirksam reduzieren, darauf wies kürzlich der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) hin.

Wichtig sei beispielsweise, auf einen gleichmäßigen Lebensrhythmus zu achten. »Geregelte Mahlzeiten sind hilfreich, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Empfehlenswert ist außerdem, wenig bis gar keinen Alkohol zu trinken und für einen geregelten Schlaf mit ausreichender Dauer zu sorgen«, rät Dr. Frank Bergmann, Vorsitzender des BVDN. Des Weiteren sei Ausdauersport empfehlenswert, um Attacken vorzubeugen. Hier haben sich Sportarten wie Joggen, Schwimmen, Walken und Radfahren mit gleichmäßiger moderater Belastung bewährt.

Die Auslöser einer Migräneattacke sind individuell sehr unterschiedlich. Äußere Faktoren wie bestimmte Lebens- und Genussmittel, Nahrungsmittelzusätze oder auch Witterungsbedingungen sind für Einzelne von Bedeutung. Manche Frauen reagieren auf die durch den Zyklus bedingten Hormonveränderungen mit einem Migräne­anfall. Auch Schwankungen des Blut­zuckerspiegels sowie emotionale oder körperliche Anspannung können Migräneattacken auslösen. Wer seine Triggerfaktoren kennt, hat die Chance, sie zu meiden oder zumindest bewusst gegenzusteuern. »Hierfür kann das Führen eines Kopfschmerztagebuchs hilfreich sein«, empfiehlt Bergmann.

Manche Betroffene profitieren von der Verhaltenstherapie. »Im Rahmen eines Stressbewältigungstrainings können sie lernen, ihre individuellen Stressfaktoren zu identifizieren. Zudem bekommen sie Strategien an die Hand, diesen Stressoren aktiv zu begegnen und einen besseren Umgang damit zu erlernen«, berichtet Bergmann. /

Quelle: Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN)