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Mehr Tote durch Herzkrankheiten

09.02.2015
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Von Elke Wolf / Neueste Informationen zur Herzgesundheit der Deutschen liefert der aktuelle Deutsche Herzbericht, der von der Deutschen Herzstiftung zusammen mit den ärztlichen Fachgesellschaften für Kardiologie, Herzchirurgie und Kinderkardiologie erarbeitet wurde.

Nachdem lange Jahre die Sterblichkeit aufgrund von Herzinfarkten zurückgegangen war, starben 2012 erstmals wieder mehr Menschen (gerechnet als absolute Zahl) daran.

»Dieser – wenn auch leichte – Anstieg bei den Herzinfarkttodesfällen zeigt, wie wichtig Verbesserungen besonders in der Effizienz des Notarztsystems in den bevölkerungsarmen oder schlecht versorgten Gegenden sind, ebenso die kontinuierliche Bevölkerungsaufklärung über die Herzinfarkt-Symptome und die Notrufnummer 112«, betont Professor Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Ebenfalls leicht zugenommen hat 2012 die Zahl derer, die an Herzinsuffizienz, an Herzrhythmus­störungen oder an Klappenkrankheiten gestorben waren. Besonders auffällig: Deutlich mehr Frauen als Männer starben an diesen Herzkrankheiten. Die Sterbeziffer der Herzschwäche für Frauen überstieg die der Männer um 89,8 Prozent. »Dass Frauen eine viel höhere Sterbeziffer und somit eine deutlich schlechtere Prognose als Männer bei diesen Herzkrankheiten aufweisen, ist nicht ohne Weiteres erklärlich. Wie es zu diesen drastischen Unterschieden kommt, bedarf einer genaueren Analyse, um mögliche Lücken in der Vorsorge und der Therapie herzkranker Frauen zu schließen«, unterstreicht Meinertz. Demgegenüber lagen die Sterbeziffern der koronaren Herzkrankheit und des akuten Herzinfarkts für Männer im Jahr 2012 deutlich höher als bei Frauen: Beim akuten Herzinfarkt liegt die Sterbeziffer der Männer um 22,1 Prozent höher als bei Frauen.

Auch regionale Unterschiede in der Sterblichkeit und in den stationären Krankenhausaufnahmen dokumentiert der Herzbericht. So gibt es ein deutliches Gefälle zwischen ost- und westdeutschen Bundesländern. /

Quelle: Pressemeldung Deutsche Herzstiftung zum Deutschen Herzbericht 2014