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Noroviren haben jetzt Hochsaison

19.02.2016
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Von Elke Wolf / Vor allem in den kalten Winter­monaten starten Noroviren ihre ­Attacken auf das Magen-Darm-System. Fast die Hälfte der im vergangenen Jahr in Deutschland registrierten 89 000 Infektionen fiel auf die Monate Januar bis März, teilt die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) mit. Die beste Möglichkeit, einer Norovirus-Infektion zu entgehen, besteht in einer konsequenten Hygiene mit häufigem Händewaschen.

Noroviren sind hochinfektiös, und bereits wenige Virenpartikel reichen aus, um eine Infektion auszulösen. Zudem sind sie widerstandsfähig, etwa gegenüber vielen Desinfektionsmitteln, und sie bleiben auch nach sorgfältigen Putzaktionen noch im Umlauf. Die Viren überstehen Temperaturen von minus 20 bis plus 60 Grad Celsius und halten sich auch in Kitas, Senioreneinrichtungen und auf Kreuzfahrtschiffen hartnäckig.

Die DGVS rät, nach dem Abklingen der Symptome noch zwei Tage zu Hause zu bleiben. »Wenn Erkrankte zu früh wieder in Kontakt mit anderen Menschen treten, besteht das Risiko, dass sich die Noroviren weiter ausbreiten«, erklärt Professor Dr. Andreas Stallmach, Universitätsklinikum Jena. Zudem gelte es, während und im Anschluss an eine Erkrankung auf sorgfältige Hygiene zu achten. Das Wichtigste sei, sich möglichst von Erkrankten fern zu ­halten und separate Toiletten zu benutzen. »Pflegende und Angehörige sollten beim Waschen von Kleidungsstücken und Handtüchern oder beim ­Toilettenputzen unbedingt Einmalhandschuhe nutzen.«

Kinder unter fünf und ältere Menschen über 70 Jahre erkranken häufiger und oft schwerer als andere Altersgruppen. Wenn Angehörige feststellen, dass sich der Allgemeinzustand eines Patienten verschlechtert, sollten sie medizinische Hilfe suchen. Wichtig dabei: die Voranmeldung in der Klinik oder der Praxis. Erkrankte müssen in der Klinik von vornherein isoliert werden. /

Quelle: DGVS