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Zika-Virus breitet sich aus

19.02.2016  13:23 Uhr

Von Verena Arzbach / In insgesamt 33 Ländern hat sich das Zika-Virus nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bislang ausgebreitet, vor allem in lateinamerikanischen Staaten, auf den Kapverden und einigen pazifischen Inseln. Das Virus werde sich wahrscheinlich noch weiter verbreiten, so die Prognose der WHO. Die Organisation hat daher den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Das Zika-Virus wird von Stechmücken der Gattung Aedes übertragen. Bei Erwachsenen, die sich mit dem Virus infiziert haben, verläuft die Erkrankung eher mild. Sorgen bereiten aller­dings Infektionen von Schwangeren: Mediziner sehen einen Zusammenhang von der Ausbreitung des Virus und gehäuft auftretenden Fällen von Mikrozephalie bei Neu­geborenen in Brasilien.

Ob diese tatsächlich auf das Zika- Virus als Auslöser zurückzuführen sind, ist noch nicht sicher. Ein Zusammenhang gilt aufgrund der zeitlichen Häufung und dem Nachweis von Zika-Viren bei toten Säuglingen aller­dings als wahrscheinlich. Bei Neugeborenen mit Mikrozephalie liegt eine Fehlbildung des Schädels vor, ihr Kopf ist vergleichsweise zu klein. Auch neurologische Symptome gehören zum Krankheitsbild, etwa Entwicklungsverzöge­rungen und Krampf­anfälle.

Wissenschaftler arbeiten derweil mit Hochdruck an der Entwicklung ­eines Impfstoffes. Das US-amerika­nische Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) erwartet, dass es zum Ende des Sommers einen Impfstoff-Kandidaten geben wird. Dann sollen erste Tests starten. /