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Flupirtin soll vom Markt verschwinden

20.02.2018
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Die Zulassungen für Flupirtin-haltige Arzneimittel (Kata­dolon® und andere) sollen widerrufen werden. Dafür hat sich der Pharmakovigilanz-Ausschuss (PRAC) der Euro­päischen Arzneimittelagentur EMA Anfang Februar ausgesprochen. 


Bereits 2013 hatte es ein Risikobewertungsverfahren gegeben, da über schwerwiegende Leber­schädigungen unter Einnahme des Schmerz­mittels berichtet worden war. 

Daraufhin wurde die Anwendungsdauer auf zwei Wochen begrenzt und der Einsatz auf Patienten beschränkt, die keine anderen Schmerzmittel einnehmen können. Zudem sollten die verschreibenden Ärzte regelmäßig Laborkontrollen der Leberwerte durchführen.

Zwar sei die Anzahl der Patienten, die mit Flupirtin behandelt werden, seit 2013 zurückgegangen, zitiert das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) das Ergebnis einer EMA-Untersuchung in einer Pressemitteilung. Die Einschränkungen würden aber nicht in ausreichendem Maß beachtet. Es traten weiterhin Fälle schwerwiegender Leberschädigungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Flupirtin auf. (PZ/dh)