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Pflege

So hilft man beim Essen und Trinken

20.02.2018  11:12 Uhr

Die Aufnahme der täglichen Mahlzeiten belastet pflegebedürftige Menschen oft. Häufig leiden sie unter Kau- oder Schluckbeschwerden, motorischen Einschränkungen, Appetitlosigkeit oder Vergesslichkeit, die die Nahrungsaufnahme erschweren.

 

Ein neuer Ratgeber der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) unterstützt Angehörige dabei, die richtige Hilfestellung beim Essen und Trinken zu geben.

Demnach sollten die Pflegebedürftigen möglichst viel »Arbeit« selbst übernehmen dürfen. »Sowohl die Vorbereitung der Mahlzeiten als auch die Nahrungsaufnahme selbst trainieren die Muskeln und die Koordination der Pflegebedürftigen«, sagt der ZQP-Vorstandsvorsitzende Dr. Ralf Suhr. Ein wichtiger Faktor bei der Nahrungsaufnahme sei auch die Zeit, heißt es in der Pressemeldung. »Pflegebedürftige sollten beim Essen und Trinken nicht gedrängt werden. Das Tempo sollte an ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten angepasst sein – auch wenn das manchmal viel Geduld von den Helfern fordert«, erklärt ZQP-Pflegeexpertin Daniela Sulmann. Jemanden zum Essen zu zwingen, sei absolut tabu. Auch wann und was gegessen wird, sollten die Pflegebedürftigen mitbestimmen dürfen.

Der Ratgeber »Essen und Trinken« kann kostenlos per E-Mail beim ZQP bestellt werden: bestellung@zqp.de. Mehr auch auf www.zqp.de. (va)