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Auslandspraktikum

Erfahrungen in England sammeln

25.05.2010  10:38 Uhr

Auslandspraktikum

Erfahrungen in England sammeln

von Markus Kuhn

Seit 2009 entsendet das Kreisberufsschulzentrum Ellwangen ausgebildete PTA zu Auslandspraktika an die Reading School of Pharmacy nach England. Die Vermittlung eines Laborplatzes findet im Rahmen des Leonardo-da-Vinci-Programms der Europäischen Kommission statt, aus dessen Mitteln die PTA ein Stipendium erhalten.

Die Praktikanten erhalten am Lehrstuhl für Pharmazie oder in angegliederten Bereichen einen Laborplatz, um dort an Teilprojekten einer Forschungsaufgabe mitzuwirken. Daneben üben sie aber auch Tätigkeiten aus, die üblicherweise zum Arbeitspensum eines Technischen Assistenten in der Industrie oder an einem Hochschulinstitut gehören: Chemikalien bereitstellen, Proben vorbereiten, Analysen nach Vorschrift durchführen sowie Studenten im Anfängerpraktikum betreuen. Neben dem Zugewinn an beruflichen Kompetenzen verbessern und festigen die Praktikanten deutlich ihre Englischkenntnisse, können neue Kontakte knüpfen sowie ihren fachlichen und auch den persönlichen Horizont erweitern.

An der Universität Reading werden die Praktikanten hauptsächlich von Dr. Katja Strohfeldt-Venables betreut, die im Bereich der Pharmazeutischen Chemie lehrt und forscht. Sie teilt die Aufgaben zu und setzt die PTA nach ihren Wünschen und Fähigkeiten ein. Außerdem evaluiert und zertifiziert sie deren Arbeit am Ende des Aufenthalts. Koordinatorin auf deutscher Seite ist Susanne Dinkelacker als Initiatorin des Auslandspraktikums. Am Berufskolleg für Pharmazeutisch-technische Assistenten in Ellwangen erteilt Dinkelacker unter anderem Englischunterricht. Sie arrangiert nicht nur die Hinreise, sondern bleibt auch gemäß den Vorgaben des Leonardo-da-Vinci-Programms zu Beginn des Praktikums eine Woche vor Ort, um bei eventuellen Anfangsproblemen zu helfen.

PTA Verena Kircher arbeitete von August 2009 bis Februar 2010 in Reading. Sie hatte im Frühjahr 2009 am Kreisberufsschulzentrum Ellwangen ihre PTA-Ausbildung abgeschlossen. An der Universität wurde sie anfangs vor allem in der instrumentellen Analytik eingesetzt. Dadurch baute sie ihr Können in gängigen spektroskopischen und chromatografischen Verfahren aus, aber erwarb auch Kenntnisse in der Röntgenbeugung (X-Ray). Mit besonderem Interesse arbeitete Kircher zudem mit Zellkulturen und lernte die Durchflusszytometrie (FACS) kennen.

Wieder in Deutschland freut sich Kircher nun über ihre neue Stelle als Technische Assistentin im Forschungsbereich Humangenetik an der Ludwig-Maximilian-Universität München. 

E-Mail-Adresse des Verfassers:
mkuhn(at)tbsz-ellwangen.de