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DAV-Gesundheitspreis

Ausgezeichnete Kooperationen

25.03.2013
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Von Ev Tebroke, Berlin / Gemeinsam geht bekanntlich vieles besser. So können auch Apotheker und Patientengruppen von einer Zusammenarbeit nur profitieren. Der Gesundheitspreis des Deutschen Apothekerverbands prämiert die spannendsten Projekte: in diesem Jahr eine TV-Sendung, Schaufenstergestaltung durch Selbsthilfegruppen und Diabetes-Aktionstage.

Unter der Schirmherrschaft des Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), würdigte das Patientenforum des Deutschen Apothekerverbands (DAV) seit 2010 nun zum zweiten Mal Projekte, in denen Apotheken und Selbsthilfegruppen auf besondere Weise zusammenarbeiten. Die Gewinner des diesjährigen Gesundheitspreises mit dem Motto »Selbsthilfe und Apotheke – Kooperationen mit Vorbildcharakter« wurden am Freitag, dem 15. März im Apothekerhaus Berlin geehrt. Hierzu begrüßte die Patientenbeauftragte des DAV-Vorstands, Claudia Berger vom Saarländischen Apothekerverein, außerdem rund 50 Ehrengäste.

»Die Bewerbungen um den DAV-Gesundheits­preis verdeutlichen, mit wie viel Kreativität und Engagement die Partner zusammenarbeiten«, sagte Berger. Die Jury hatte unter mehr als 30 Anwärtern – vertreten waren Institutionen, Verbände, Apotheken, Patienten und Selbsthilfegruppen – die Gewinner der drei Preise und eines Sonderpreises ausgewählt. Die engagierten und kreativen Kooperationen befassten sich mit so unterschiedlichen Krankheitsbildern wie Diabetes, Rheuma, Muskel und Skelett, Herz und Kreislauf oder Magen und Darm.

Mit dem Gesundheitspreis will der DAV bereits bestehenden Kooperationen von Patienten- und Selbsthilfegruppen mit Apotheken eine Plattform bieten. Die Beispiele sollen andere zum Nachahmen anregen und verdeutlichen, wie sehr beide Seiten von solchen Kooperationen profitieren können. Nach Bergers Angaben arbeiten bereits in vielen Städten und Gemeinden Selbsthilfe- und Patientenorganisationen erfolgreich mit Apotheken zusammen. »Die Patienten erhalten dabei wertvolle Informationen über moderne Therapien und lokale Hilfsangebote«, betonte die DAV-Patientenbeauftragte. Die Selbsthilfeorganisationen könnten durch die Unterstützung der Apotheken eine breite Öffentlichkeit erreichen. Apotheken wiederum stärken durch solche Kooperationen die Kundenbindung.

Den ersten Preis nahmen die Vertreter des Halleschen Apothekervereins und der Paritätischen Selbsthilfekontaktstelle Halle-Saalekreis für ihre Ini­tiativen entgegen. Honoriert wurde ihr »Tag der Apotheke und Selbsthilfe«, der seit 2006 einmal im Jahr auf dem Marktplatz in Halle/Saale stattfindet. Darüber hinaus kooperiert der Apothekerverein seit dem Jahr 2011 mit dem lokalen Fernsehsender Halle TV, der Selbsthilfegruppen mit einer Gesundheitssendung eine öffentliche Plattform ermög­licht. Außerdem stehen Apotheker aus allen 27 Mitgliedsapotheken den Selbsthilfegruppen kostenlos als Referenten zur Verfügung.

Dass gute Ideen oft sehr einfach sein können, stellt das Gewinnerprojekt des zweiten Preises unter Beweis. In der Initiative »Selbsthilfegruppen in Apotheken« können wechselnde Patientengruppen die Schaufenster von Apotheken nutzen und über die jeweilige Krankheit informieren. Kooperations­partner sind zwei Apotheken in Neumarkt und in Nürnberg, die Kontakt- und Informationsstelle Selbsthilfegruppen in Mittelfranken sowie das Landratsamt Neumarkt.

Den dritten Preis erhielt das »Aktionsteam Haveland« für seine Präventionsarbeit im Bereich Diabetes. Hier kooperieren der Diabetikerbund Regionalverband Havelland mit fünf Apotheken aus der Region sowie mit der AOK Nord-Ost und der Barmer GEK. Auf den gemeinsamen Aktionstagen »Diabetes Risikotest« können Interessenten ihren Body Mass Index, Blutdruck und Blutzucker messen und sich zum Thema Diabetes beraten lassen.

Der Sonderpreis ging an eine Apotheke in Essen für ihre Unterstützung des Vereins »Klasse 2000«. Das ist ein bundesweites Programm zur Gesundheitsförderung an Grundschulen, für das stets finanzielle Patenschaften gesucht werden. Neben Themen wie gesunder Ernährung und Sport stehen auch Sucht- und Gewaltvorbeugung im Fokus. Die Essener Apotheke unterstützt als Pate eine Schule mit Spenden und Materialien wie Atemtrainer. Diese Kooperation ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Apotheken Initiativen in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention aktiv unterstützen können. /

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