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Adipositas-Prävention früh beginnen

25.03.2014
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Von Annette Immel-Sehr / Immer mehr Frauen nehmen während der Schwangerschaft überproportional zu. Hierdurch steigt das Risiko, dass ihr Kind übergewichtig wird.

Dies ist ein Ergebnis der PEPO-Studie, die das Kompetenznetz Adipositas zusammen mit Gesundheitsämtern in Bayern durchgeführt hat. PEPO steht für »Perinatale Prävention der kindlichen Adipositas«.

Das PEPO-Team wollte noch genauer untersuchen, wie sich die Gewichtszunahme der Mutter während der Schwangerschaft auf das Kind auswirkt. Zu diesem Zweck erfassten die Forscher das Körpergewicht von insgesamt 6837 Kindern bei der Schuleingangsuntersuchung und versuchten eine Beziehung zu den Daten aus dem Mutterpass herzustellen.

Unter den eingeschulten Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft überproportional zugenommen hatten, waren fast 13 Prozent übergewichtig und über 17 Prozent hatten einen erhöhten Taillenumfang. Die Leiter der PEPO-Studie schlussfolgern, es bestehe ein direkter Zusammenhang zwischen dem Überangebot an mütterlichen Nährstoffen und dem späteren Adipositasrisiko des Ungeborenen. Fazit: Die Mütter sollen sich wöchentlich hr Gewicht kontrollieren. Während sich das Gewicht im ersten Trimester der Schwangerschaft praktisch nicht verändert oder sogar leicht abnimmt, steigt es danach langsam an. Normalgewichtige Frauen sollten dann etwa 400 Gramm pro Woche zunehmen, übergewichtige (BMI 25 bis 29,9) nur 200 bis 300 Gramm. Der Mehrbedarf an Energie in der Schwangerschaft beträgt ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel lediglich 250 Kilokalorien pro Tag. Diese stecken zum Beispiel in etwa 200 Gramm Joghurt und einem mittelgroßen Apfel.

Hinweis: Die empfohlene Gewichts­zunahme während der gesamten Schwangerschaft liegt für normalgewichtige Frauen bei 11,5 bis 16 Kilogramm, für übergewichtige bei 7 bis 11,5 Kilogramm.

Quelle: Kompetenznetz Adipositas