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Hauttest zur frühen Parkinsondiagnose

27.02.2017
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Neurologen aus Würzburg und Marburg ist es gelungen, die Parkinson- Erkrankung mit Hilfe einer kleinen Hautprobe zu diagnostizieren – und zwar schon Jahre vor Ausbruch der typischen Störungen wie Zittern und Steifigkeit.

Bei Risiko-Patienten entdeckten die Wissenschaftler Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein in den feinen Nervenenden der Haut. Alpha-Synuclein findet sich auch im Gehirn von Parkinson-Patienten, ist aber dort erst nach dem Tod nachweisbar. Dass sich das Protein in der Haut ablagert und bereits in der frühesten Phase der Erkrankung als Biomarker herangezogen werden kann, ist eine bahnbrechende Erkenntnis. Nun setzen die Forscher große Hoffnung auf die neue Methode, für die nur eine 5 Millimeter große Hautprobe entnommen werden muss. Sie könnte zur Entwicklung von neuen Therapien führen. Bislang wird Parkinson meist erst dann diagnostiziert, wenn schon viele Nervenstrukturen im Gehirn zerstört sind. (ais)