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Tierpflege

Hochsaison für Hautschutz

23.06.2009  22:37 Uhr

Tierpflege

Hochsaison für Hautschutz

von Rolf Vajna

Die Sommerzeit belastet Haut und Fell von Hunden und Katzen stark. Wer einige Verhaltensregeln berücksichtigt und das Fell seines Tieres pflegt, schützt es vor behandlungsbedürftigen Erkrankungen.

Sowohl Katzen als auch Hunde mit heller Pigmentierung der Haut sind anfällig für Sonnenbrand. Das betrifft zum Beispiel Katzen mit weißer Maske oder weiße Hunderassen wie den beliebten West-Highland-Terrier (Westie). Auch solche Katzen benötigen einen Sonnenschutz, die zwar keinen freien Auslauf haben, dafür aber regelmäßig ausgiebige Sonnenbäder auf der Fensterbank oder dem Balkon genießen. Besonders gefährdet sind unpigmentierte und wenig behaarte Körperregionen wie die Ohrränder, die Augenpartie oder der Nasenspiegel. Wie beim Menschen brauchen auch die Tiere an diesen exponierten Stellen eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

Für Badefreunde

Viele Hunde mögen nicht nur ein wärmendes Sonnenbad, sondern lieben auch das Gegenteil: die Abkühlung im frischen Nass eines Flusses oder Tümpels. Je »brackiger« dieses Wasser, umso größer ist das Risiko für den Hund, sich Entzündungen der Haut, Allergien und Juckreiz zuzuziehen. Gerade wasserliebende Rassen wie Retriever und Labrador sind recht empfänglich für Hauterkrankungen. Wenn der Hund also spontan unterwegs badet, sollte zu Hause ein zweites Bad folgen. Dazu brausen die Hundebesitzer das Haarkleid am besten mit lauwarmem Wasser ab und massieren anschließend ein mildes, aber reinigendes Shampoo (zum Beispiel Bay-o-Pet® Shampoos) ein. Wichtig ist es, das Shampoo wieder gründlich aus dem Fell auszuspülen. Zum Trocknen eignen sich dicke Handtücher und ein Föhn. 

Auch Nahrungsergänzungsmittel helfen, Haut und Fell von innen heraus zu stärken. Solche Pulver oder Leckerlis mit Vitaminen, Amino- und Fettsäuren schützen Hunde und Katzen, die viel im Freien sind, gerne baden, eine empfindliche Haut oder helles Fell haben.

Kontrolle von Fell und Ohren

Zur Haut- und Fellpflege von Hund und Katze gehört regelmäßiges Bürsten. Damit entfernt der Tierfreund nicht nur Schmutz. Das Bürsten fördert die Durchblutung der Haut und das Wachstum neuer Haare. Bei dieser Gelegenheit, besser aber noch nach jedem Spaziergang mit dem Hund oder Freigang der Katze, sollten Herrchen oder Frauchen das Fell nach krabbelnden oder festgebissenen Zecken absuchen. Zeckenhalsbänder aus der Apotheke (wie Bolfo® oder Kiltix®) schützen vor Parasitenbefall. Falls trotzdem einzelne Blutsauger die Hundehaut befallen haben, müssen diese schnellstmöglich entfernt werden, um eine Übertragung von Krankheitserregern durch den Speichel der Zecke zu verhindern.

Die Tierbesitzer müssen auch regelmäßig die Pfoten und die Ohren der Vierbeiner kontrollieren: Vor allem bei langhaarigen Tieren verfangen sich dort leicht Fremdkörper wie Gräsergrannen. Wer die spitzen Grannen mit den Widerhaken nicht entfernt, riskiert, dass sie unter die Haut wandern und dort starke, schmerzhafte Entzündungen verursachen. Im Ohr können sich Ohrmilben einnisten, Entzündungen auftreten oder sich Schmutz und Ohrenschmalz ansammeln. Vor allem Hunde mit Schlappohren neigen zu Entzündungen des Gehörgangs. Unter dem so abgedeckten Ohr können Bakterien und Pilze gut gedeihen. Kratzt sich der Hund häufig an einem Ohr, schüttelt er den Kopf oder hält die Seite mit dem kranken Ohr nach unten, ist der Gang zum Tierarzt angezeigt. Manche Tierbesitzer reinigen die Ohren ihrer Vierbeiner regelmäßig mit speziellen Ohrenspülungen (zum Beispiel von Bay-o-Pet®). Diese reinigen den Gehörgang zum einen mechanisch, indem die Gehörgangswand mit einem Spezialapplikator spiralförmig gespült wird, zum anderen lösen Enzyme aus der Spülung Ohrenschmalz und Schmutz.

E-Mail-Adresse des Verfassers:
rolf.vajna(at)gmx.de

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