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Salze des Lebens

Schüßlersalz Nummer 7

01.07.2010  11:18 Uhr

Salze des Lebens

Schüßlersalz Nummer 7

von Gabriele Neumann

Magnesiumphosphat ist das Schüßlersalz Nummer 7 und das Schmerz- und Krampfmittel der Biochemie. Wie Eisenphosphat gilt es als ein wichtiges Akutmittel.

Magnesiumphosphat (MgHPO4 x 3 H2O) findet sich vorwiegend in den Nerven- und Muskelzellen, im Gehirn und ­Rückenmark, in vielen inneren Organen sowie in den Knochen und Zähnen. Magnesium phosphoricum spielt sowohl intrazellulär als auch extrazellulär eine zentrale Rolle und wird für die Aktivität zahlreicher Enzyme benötigt. So hat es wichtige Funktionen im Energiestoffwechsel zu erfüllen und ist ­neben den Schüßlersalzen Nummer 1 und Nummer 2 am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt. Es wirkt antithrombotisch und antiallergisch, senkt den Grundumsatz und den Cholesterolspiegel im Blut.

Im Körper geht Magnesium stets mit Calcium einher, sodass die Mangelsymptome bei beiden Salzen vergleichbar sind. In der biochemischen Therapie können sich beide Mineralsalze allerdings gegenseitig ergänzen.

Ganzheitlich arbeitende Therapeuten sehen in der Gewebeübersäuerung die Grundlage für viele chronische Erkrankungen. In der Biochemie gilt Magnesiumphosphat als Basismittel zur Behandlung und auch zur Vorbeugung chronischer Krankheitsprozesse. Je mehr Säure gebunden werden muss, desto größer ist der Bedarf an Schüßlersalz Nummer 7.

Ein Mangel an Magnesiumphosphat äußert sich in der übermäßigen Erregbarkeit der Nervenzellen und in Funktionsstörungen verschiedener Organe. Zu den Mangelsymptomen zählen

  • Spannungs-, Angst- und Schmerzzustände,
  • innere Verkrampfungen beispielsweise prämenstruelles Syndrom,
  • vegetative Dystonie mit krampfartigen Zuständen,
  • Hyperaktivität und Ticks,
  • Neuralgien im Gesicht oder am Körper,
  • Koliken von Magen, Darm, Gallenwegen, Blase und Nieren,
  • nervöse Verdauungsstörungen, Schluckauf, Blähungskoliken,
  • nervöse Schlafstörungen und
  • Engegefühl in der Herzgegend.

 

Häufig lässt sich keine organische Ursache für die Beschwerden finden und die Patienten sprechen deshalb auf herkömmliche Behandlungsmethoden kaum an. Typisch für Menschen mit einem Mangel an phosphorsaurem Magnesium ist die »Magnesia­röte« oder Lampenfieberröte meist rechts und links der Nasenflügel talerförmig auf der Wange. Charakteristischerweise sind diese Menschen sehr schüchtern und erröten leicht, wenn sie verlegen werden. Sie wollen möglichst allen Erwartungen gerecht werden und wirken stets angespannt. Auch plötzliche hektische Flecken im Gesicht oder am Hals nach geistiger oder körperlicher Anstrengung oder bei Aufregung deuten auf einen akuten Magnesiumbedarf hin. Im Gegensatz zur Fer­rumröte fühlen sich die Wangen bei Magnesiaröte kühl an. Auffallender Heißhunger nach Schokolade kann ebenfalls auf einen Mangel an Magnesiumphosphat hinweisen.

Entsprechend seiner großen Bedeutung für Muskeln und Nerven gilt nach Schüßler das Salz Nummer 7 als das Mittel für alle Krampf- und Schmerzzustände mit »blitzartigem« Charakter. Kurz gesagt: Bei allen plötzlich auftretenden, bohrenden und krampfartigen Schmerzen ist das Schüßlersalz Nummer 7 angezeigt. Auch bei heftigem Juckreiz der Haut, beispielsweise hervorgerufen durch Bettwärme, lindert es die Beschwerden. Bei Juckreiz, vor allem im höheren Alter, hat sich ebenfalls die Schüßlersalbe Nummer 7 bewährt.

Die Heiße Sieben

Das biochemische Salz Nummer 7 wirkt entspannend sowohl auf die Muskeln als auch auf die Psyche. Es beruhigt das vegetative Nervensystem und beeinflusst daher vor allem die Funktionen von Herz, Kreislauf und Verdauungsorganen. Bei allen akuten Schmerzzuständen und Krämpfen hat sich die Einnahme von Magnesiumphosphat als sogenannte »Heiße Sieben« besonders bewährt. Dazu löst man 10 Tabletten des Schüßlersalzes in einem Glas heißen Wassers auf und rührt mit einem Plastiklöffel um. Dann trinkt man diese Lösung lauwarm und langsam, alle zwei bis fünf Minuten einen Schluck. Damit das Magnesiumphosphat bereits über die Schleimhaut aufgenommen wird, behält man die Lösung am besten einige Zeit im Mund. Vor jedem Schluck muss man die Lösung erneut umrühren. Bis zur Besserung der Schmerzen oder Krämpfe kann man die »Heiße Sieben« stündlich wiederholen. Alternativ dazu kann man je 1 Tablette in kurzen Abständen nacheinander im Mund zergehen lassen, bis die Beschwerden nachlassen.
Außerdem sorgt das Mineralsalz für erholsamen Schlaf und fördert einen ausgewogenen Tag-Nacht-Rhythmus. »Magnesium phosphoricum löscht das Licht aus und zündet es an!« Gegen Schlafstörungen lutschen Betroffene dreimal täglich 1 Tablette und trinken abends eine Stunde vor dem Zubettgehen die »Heiße Sieben«.

In Kombination mit dem Schüßlersalz Nummer 5, Kalium phosphoricum, hilft die Nummer 7, Erregungszustände zu lösen; zusammen mit dem Salz Nummer 2, Calcium phosphoricum, wirkt es als Stärkungsmittel.

Bei Schulkindern mit Kopfschmerzen ist das Salz Nummer 7 angezeigt. Die Eltern geben dem Kind über einen längeren Zeitraum dreimal täglich 1 Tablette, gegen die akuten Schmerzen die bewährte »Heiße Sieben« mit 5 bis 7 Tabletten. Auch bei hyperaktiven Kindern ist die Gabe der Schüßlersalze Nummer 5 und 7 geeignet. In diesen Fällen geben die Eltern ihrem Kind von jedem Salz dreimal täglich je 1 Tablette, die langsam im Mund zergehen muss. Die Behandlung mit dieser Kombination sollte ebenso über eine längere Zeit erfolgen.

E-Mail-Adresse der Verfasserin:
service(at)karls-apo.de

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